Er zerstach in Vordemwald Autoreifen und verschandelte den Spielplatz

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Symbolbild (Archiv)

Während fast einem halben Jahr hielt er Vordemwald und insbesondere den Rollhockey-Club Vordemwald in Atem: der heute 20-jährige Deutsche, der sich letzte Woche vor dem Zofinger Bezirksgericht zu verantworten hatte. Unter anderem wurden ihm mehrfache Sachbeschädigung, Einschleichdiebstahl und mehrfache Rassendiskriminierung vorgeworfen. Begangen hatte er die Taten laut der Anklage zwischen August 2017 und Januar 2018.

Auch Gitter und Stacheldraht konnten ihn nicht aufhalten

Anfang August 2017 begab sich der Beschuldigte zusammen mit zwei unbekannten Mittätern zur Sporthalle des Rollhockey-Clubs Vordemwald. Dort zerstach er die Autoreifen der Mannschaftsbusse und des Transportanhängers, welche vor der Halle parkiert waren. Unterdessen stiegen seine beiden Begleiter in die Halle ein, wo sie das Sicherheitsfangnetz zerschnitten, Rollhockeybälle klauten und Alkohol mitgehen liessen. Er selbst, so gab der Beschuldigte an, sei vor der Halle Schmiere gestanden. Dieser Vorfall war der Auftakt zu einer regelrechten Vandalenserie. In mindestens vier weiteren Nächten begab sich der junge Mann wieder nach Vordemwald, wo er an diversen Fahrzeugen die Autopneus zerstach. Einige Male betraf es Fahrzeuge von Privatpersonen. Im späteren Verlauf verschandelte er auch einige Autos mit einer Spraydose und hinterliess Drohungen auf den Fahrzeugen. Meistens jedoch hatte er es auf die Mannschaftsfahrzeuge des Rollhockey-Clubs abgesehen. Beim letzen Vorfall Ende Oktober 2017 liess er sich auch von Gittern und Stacheldraht, welche der Club mittlerweile zum Schutz der Fahrzeuge aufgestellt hatte, nicht aufhalten. Als Grund für die Taten führte der Beschuldigte einerseits Alkoholkonsum, andererseits persönliche Motive an. «Es hat mir gefallen, dem Club und diesen Personen zu schaden», sagte er vor Gericht. «Ich wollte es ihnen heimzahlen.»

Rechtsextreme Symbole ans Schulhaus gesprayt

Der hagere junge Mann wirkte in seinen Aussagen überlegt. Wobei er nicht abstritt, die Taten verübt zu haben. So gab er auch zu, im November 2017 auf dem Kinderspielplatz in Vordemwald eine Holzwand und die Sitzbänke mit rechtsextremen Parolen und Symbolen beschmiert zu haben. Im Januar 2018 tat er dasselbe beim Vordemwalder Primarschulhaus. Damals sei er vom rechtsextremen Gedankengut überzeugt gewesen. Die Sprayereien habe er hinterlassen, um zu zeigen, dass es Neonazis auch in der Schweiz gebe. Heute sei er politisch zwar immer noch rechts orientiert, habe sich aber von der Nazi-Szene distanziert.

Das Gericht sprach den jungen Mann unter anderem der mehrfachen Sachbeschädigung, des Diebstahls sowie der mehrfachen Rassendiskriminierung schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu 30 Franken und einer Busse von 400 Franken. Die unbedingt ausgesprochene Geldstrafe wird allerdings zugunsten einer ambulanten Massnahme aufgeschoben. Das heisst, die Geldstrafe würde fällig, sollte der Beschuldigte die verordnete Therapie verweigern oder vorzeitig abbrechen.

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