Einwohnerrat Zofingen: Engagement für 20 Franken Stundenlohn

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22. Januar 2018 – der 40-köpfige Zofinger Einwohnerrat wird für eine neue Legislatur in Pflicht genommen.Bild: bkr

Das hat national für Schlagzeilen gesorgt und politischen Gesprächsstoff geliefert: Die Mitglieder des Zürcher Kantonsparlaments haben sich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht und die Entschädigung pro Ratsmitglied von bisher 24 000 auf 39 000 Franken angehoben. In diesem Betrag sind notabene aber auch Spesen enthalten. Und dennoch: Mit 220 Franken pro Sitzung belegen die Zürcher im interkantonalen Ranking die Spitzenposition. Zum Vergleich: Ein Aargauer Grossratsmitglied bekommt 150 Franken – exakt gleichviel gibt es im Luzerner Kantonsrat. Wie entschädigen jene zehn Gemeinden im Aargau, die einen Einwohnerrat kennen, ihre kommunalen Parlamentarierinnen und Parlamentarier? Beginnen wir in Zofingen. Seit vielen Jahren gibt es pro Sitzung 60 Franken – ein Stundenlohn von 20 Franken. Mehr Geld (für die Vorbereitung der Sitzungen und Repräsentationsaufgaben) bekommt das Ratspräsidium in Form einer Zulage von 2000 Franken – und das Vizepräsidium einer von 1000 Franken.

Pauschale für Aktenstudium und Rechnungsprüfung

Zusätzlich zu ihren Rats- und Kommissionssitzungen befassen sich die Mitglieder der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) mit einer vertiefen Prüfung der Verwaltungsrechnung, des Geschäftsberichts und des Voranschlags. Diese Arbeit wird ihnen pauschal mit 750 Franken abgegolten, wobei der FGPK-Präsident 4000 Franken bekommt.

Wo befindet sich Zofingen mit seinen 60 Franken Sitzungsgeld im Vergleich? In guter Gesellschaft mit Buchs und Lenzburg, die ebenfalls 60 Franken auszahlen. «Nur» 50 Franken gibt es in Brugg und Windisch. 80 Franken in Aarau, Baden und Obersiggenthal. Kantonale «Überfliegerin» mit 100 Franken ist die Gemeinde Wohlen. Dies gilt nicht nur für das Sitzungsgeld, sondern auch die Entschädigung für das Präsidium mit 5000 Franken. In Aarau und Baden werden 2400 Franken ausbezahlt.

Wie viel ein Ratsmitglied pro Jahr verdienen kann, hängt vom Sitzungsgeld, aber auch von seinem Engagement in Kommissionen und der Anzahl Sitzungen im Ratsplenum ab.

Fünf Sitzungen in Zofingen – bis zu zwölf in Windisch

Die Stadt Zofingen beruft ihren Einwohnerrat in Normaljahren zu fünf Sitzungen ein. Einzig Buchs bewegt sich im selben Rahmen. In Aarau, Baden oder Obersiggenthal sind zehn Sitzungen nicht unüblich. In Windisch können es sogar zwölf werden.

Apropos Stundenansätze: Am 9. Februar 2020 findet im Bezirk Zofingen die Ersatzwahl eines Laienmitglieds des Bezirksgerichts statt. Wie eigentlich immer gibt es für dieses Amt mehr Kandidierende als zu vergebende Sitze. Kein Wunder: Das Amt ist interessant – auch finanziell. Laienrichterinnen und -richter bekommen pro Stunde 110 Franken. Tagt das Gericht von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr resultieren so stolze 880 Franken.

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