Lehrerin und Social Media-Star Morena Diaz teilt auf Instagram Schocknachricht: «Ich wurde vergewaltigt»

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Morena Diaz avancierte zum Social Media-Star – nun schockiert sie auf Instagram mit einem Geständnis. Bild: zvg

Morena Diaz schreibt auf Instagram (Erklärung im Wortlaut): «Drei Tage vor Heiligabend hat er nach einem gemeinsamen Abendessen über meinen Körper, mein Herz und meinen Bedürfnissen hinweg entschieden. Mit keiner Faser meines Körpers wollte ich das, was er mir angetan hat und mit keiner Faser meines Körpers konnte ich mich wehren. Es ist wahr, was man in den Zeitungen so liest: Man fällt in eine Art Schockstarre. Man schafft es nicht, sich zu schützen, zu wehren und dem Ganzen rechtzeitig ein Ende zu setzen. Eine Freundschaft, die anfangs 2018 zu blühen begann, endete drei Tage vor Weihnachten in demselben Jahr abrupt. Ich hatte ihm vertraut aber er wollte mehr und holte sich jene Nacht das, was er wollte: meinen Körper. 2019 war für mich eher ein Überleben. Ein Gefühlschaos. Zuerst wollte ich gar nichts mehr fühlen, um den Schmerz nicht zu zu lassen und dann, als ich dem Schmerz kurz die Türen öffnete, traf er mich mit voller Wucht. Der Schmerz kam aber nicht alleine. Er wurde von Angst, Trauer und Wut begleitet. Wut auf ihn, Wut auf alle, die anderen das gleiche angetan haben und antun werden. Wut auf die Gesellschaft, die Gesetze, das Patriarchat, das immer noch Macht über uns Frauen* ausüben darf und kann. 2019 war ein Überleben. 2020 möchte ich leben. Nach und nach loslassen. Dafür musste ich letztes Jahr alle Gefühle und somit auch Heilung zulassen und nach und nach die Scherben auflesen, die in jener Nacht in tausend Stücken umherflogen. Ich wurde vergewaltigt und es tut immer noch weh. Die Scherben lese ich weiterhin jeden Tag auf. Und irgendwann, das weiss ich, werden auch die Ängste weniger, die Wut und die Trauer werden zur gleichen Tür wieder rausgehen. Ich werde wieder komplett ausgelassen tanzen können. Lieben und leben. Was ich ganz sicher weiss ist, dass wir Gesetze anpassen müssen, um endlich Opfer und nicht mehr Täter zu schützen, dass wir Aufklärung brauchen denn mein Fall ist kein Einzelfall. Und dass wir unsere Stimmen erheben müssen. Für jede einzelne von uns. Genau deshalb breche ich mein Schweigen. Ni una menos. ♥️»

Die 26-jährige Lehrerin wurde bekannt, als sie sich im Bikini auf Social Media zeigte. Unretuschiert und mit Rundungen am Bauch und Dellen an den Beinen. Weil sich die junge Frau ganz bewusst für ein positives Körperbild starkmacht.

Vor ein paar Jahren fühlte sie sich noch unwohl in ihrem Körper und bekam eine Essstörung. Heute inspiriert sie als Bloggerin und Buchautorin unzählige Menschen zu einem positiven Körper- und Selbstwertgefühl. 2018 hat sie der «Beobachter» für den Prix Courage nominiert. Mitte 2019 folgte die Nomation als «Aargauerin des Jahres». (uhg/luk)

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
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