In Reiden soll ein Naturschutzverein gegründet werden

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Vor der Überbauung gerettet: Ein Plan des Gebiets Weihermatte in Reiden. Es ist seit 1976 geschützt. (Bild: zvg)
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Schreinermeister und Imker Sigmund Affentranger setzte sich stark für das Naturschutzgebiet Weihermatte ein. (Bild: Adelheid Aregger)
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Einige der bisherigen freiwilligen Helfer aus Reiden, die Neophythen wie das Springkraut bekämpften. Beat und Isabella Schwegler, Heinz und Margrith Haltiner und Paul Zimmermann.

In Reiden existieren einige wichtige Lebensräume in der Natur. Es gibt Stellen mit seltenen Pflanzen und Biotope wie die Naturschutzgebiete Weihermatt (Reiden) und Altental (Langnau), wo bedrohte Tierarten beobachtet werden können. Nebst diesen speziellen Biotopen gibt es in Reiden viele Bäche, Wälder, Naturwiesen und Feuchtgebiete.

Freiwillige Helferinnen und Helfer haben bisher teilweise die Neophyten bekämpft oder andere Arbeiten für den Naturschutz erledigt. «Wir waren bisher eine lose Gruppe und hatten keine Organisation», sagt Beat Schwegler auf Anfrage. «Wir fanden, es sei jetzt an der Zeit, einen Verein zu gründen, dessen Mitglieder sich für die Natur und die Umwelt einsetzen wollen», fügt der pensionierte Reallehrer hinzu. «Es darf nicht sein, dass Naturbetreuung und Naturschutz einzelnen Personen oder dem Zufall überlassen werden.»

Jugend den Wert der Umwelt näherbringen

Laut Schwegler steht das Gründungsdatum am 20. März fest. Heissen soll der neue Verein NATUR REIDEN. Knapp 60 Personen wollen schon mitmachen (darunter auch eine vierköpfige Familie aus Zofingen). Markus Bieri aus Richenthal sowie Heinz Haltiner und Beat Schwegler aus dem Ortsteil Reiden sind bereit, die Leitung zu übernehmen. Auf die Naturschutzgruppe warten verschiedene Aufgaben. «Die Lebensräume brauchen Kontrolle und Pflege», erklärt Schwegler. Neophyten, wie das Drüsige Springkraut, das Einjährige Berufkraut oder der Japanknöterich, müssten regelmässig bekämpft werden. Ein erster Schwerpunkt des Vereinsjahres ist die Durchführung eines Grundkurses Ornithologie mit Unterstützung von BirdLife Luzern (wir berichteten am 17.12.). Er findet nun definitiv von Januar bis Mai in Reiden statt.

Die Gemeinde hat einige Kleinode für Flora und Fauna zu bieten. Das Naturschutzgebiet Weihermatte wurde laut Informationen Schweglers 1976 realisiert. Der Naturbeobachter, Schreiner und Imker Sigmund Affentranger habe rechtzeitig bemerkt, dass das ehemalige Sumpf- und Riedgebiet vor dem Zugriff wegen Überbauung zu retten sei. Seinem Engagement und dem langjährigen Einsatz als Betreuer sei es zu verdanken, dass am Rande der Siedlung Weihermatte-Rosikon ein zirka zwei Hektaren grosses, wichtiges Refugium für Tiere und Pflanzen besteht. Ein weiteres Kleinod befindet sich im Altental in Langnau. «In verdankenswerter Manier hat sich eine Nachbarin des hübschen Weihers dafür eingesetzt, dass in der Laichzeit weniger Frösche, Kröten und Molche das Leben lassen mussten.» In Richenthal wurde dieses Jahr eine vor rund 30 Jahren erstellte Weihergruppe im Wald wieder zum Leben erweckt. Beim Kurhaus entstand ausserdem ein kleines Biotop, welches zur Laichzeit rege von Grasfröschen besucht wird.

Positives Echo vom zuständigen Gemeinderat

Gemeinderat Bruno Aecherli, zuständig fürs Ressort Sicherheit und Umwelt in Reiden, begrüsst den Plan, einen lokalen Naturschutzverein zu gründen. «Das finde ich positiv», sagt er auf Anfrage. Die Gemeinde als Eigentümerin der Naturschutzgebiete Weihermatt und Altental sei für den sogenannten kleinen Unterhalt besorgt, in Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern. «Fürs Schilfschneiden braucht es Spezialmaschinen, die wir nicht haben.» Schon bisher hätten Freiwillige Unrat entsorgt und Neophyten bekämpft. Mit einem Verein könne man die Aktivitäten auf Gemeindegebiet noch besser koordinieren, glaubt Aecherli. Er erwähnt als positives Beispiel auch ein Projekt zur Waldrandaufwertung in Richenthal mit Schulklassen. «Solche Projekte sind mit kleinen Kosten verbunden, haben jedoch eine grosse Wirkung», ist der Gemeinderat überzeugt.

Interessenten können sich hier melden: Markus Bieri, Am Reckenberg 19, 6263 Richenthal. Telefon 062 758 25 91

 

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