Gemeinderat hat den Schleichverkehr satt und macht Buchs dicht

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Wenn es auf den Einfallstrassen Aaraus staut, weichen Autofahrer auf Quartierstrassen aus – es entsteht Schleichverkehr. (Symbolbild) © pixabay

Auf den grossen Einfallstrassen Aaraus staut es zu den Hauptverkehrszeiten fast jeden Tag. Auch auf der Entfelderstrasse und der Tramstrasse (von Suhr her). Gewisse Autofahrer weichen dann auf Quartierstrassen aus – es entsteht Schleichverkehr. Um diesem entgegenzuwirken, setzt die Stadt Aarau seit Januar 2019 auf ein Teilfahrverbot im Gönhard- und im Goldern-Quartier.

Nur Anwohner, Besucher und Zulieferer dürfen ins Quartier fahren. Dagegen hatte die Gemeinde Buchs eigentlich Einsprache eingelegt. Der Gemeinderat befürchtete durch das Aarauer Teilfahrverbot negative Auswirkungen auf Buchser Gebiete. Das zuständige kantonale Departement teilte diese Einschätzung zwar, wies die Einsprache jedoch ab. Und: Es riet dem Gemeinderat Buchs, doch dasselbe zu machen wie die Aarauer.

Ausbau der Tramstrasse dauert noch

Nachdem auch aus der Bevölkerung immer wieder Reklamationen an den Gemeinderat herangetragen wurden und Einwohnerräte Massnahmen forderten, verfügte der Gemeinderat im November 2019 dann tatsächlich eine Teilfahrverbotszone. Sie umfasst praktisch das ganze Gebiet zwischen Tramstrasse und Suhre. Damit soll die Schleichverkehrsrouten (Gysistrasse–Oberdorfstrasse–Bühlstrasse–Tramstrasse; Bühlstrasse–Bachstrasse und Aarauer­strasse–Bahnstrasse–Steinfeldstrasse–Bühlstrasse–Tramstrasse) unterbunden werden.

Der Gemeinderat Buchs hat für dieses Gebiet zwischen Tramstrasse und Suhre ein Teilfahrverbot verfügt (noch nicht rechtskräftig). Hier dürfen künftig nur noch Anwohner, Besucher und Zubringer durchfahren.

Der Gemeinderat Buchs hat für dieses Gebiet zwischen Tramstrasse und Suhre ein Teilfahrverbot verfügt (noch nicht rechtskräftig). Hier dürfen künftig nur noch Anwohner, Besucher und Zubringer durchfahren.

© CH Media

Ursprünglich hatte der Gemeinderat gehofft, das Teilfahrverbot noch im 2019 umsetzen zu können. Daraus wurde nichts: Es gab insgesamt neun Einzeleinwendungen und vier Sammeleinwendungen gegen die neue Verkehrsanordnung. Diese würden in den nächsten Wochen bearbeitet, heisst es aus der Buchser Bauverwaltung. Weil danach ein Weiterzug an höhere Instanzen möglich ist, kann es noch dauern, bis der Schleichverkehr gekappt wird.

Ebenfalls noch dauern wird der lang ersehnte Ausbau der Tramstrasse und der Buchser­strasse samt «Bavaria»-Kreisel für insgesamt rund 29 Mio. Franken. Das Kantonsstrassenprojekt soll die Stausituation entschärfen, hat aber wegen eines Planer-Wechsels Verspätung. Der aktuelle Terminplan sieht die Baugesuchsauflage in Aarau, Buchs und Suhr für das zweite Halbjahr 2020 vor. Der Grosse Rat entscheidet Ende Jahr über den Kredit. Mit den Bauarbeiten wird nicht vor 2022 begonnen.

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