Suhrental Alterszentrum hat Demenz-Tagesstätte per Ende Dezember geschlossen

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Das Suhrental Alterszentrum hat seinen Sitz in Schöftland. Bild: zvg
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Geschäftsleiterin Bernadette Flükiger

Mit einer internen Personalinformation kündigte das Suhrental Alterszentrum in Schöftland, dessen Aktionäre die sieben Gemeinden des Oberen Suhren- und Ruedertals sind, an, seine Tagesstätte für Demenzbetroffene per 31. Dezember 2019 zu schliessen, wie das «Wynentaler Blatt» in seiner Ausgabe vom Dienstag schreibt. Wörtlich heisse es im Schreiben: «Schweren Herzens haben wir uns entschlossen, die Tagesstätte aus wirtschaftlichen Gründen per 31. Dezember 2019 zu schliessen. Leider ist das Defizit zu hoch, um es mit den Einnahmen aus den Pflegestationen kompensieren zu können.»

Zeitweise wurde nur eine Person betreut

Wie Bernadette Flükiger, Geschäftsleiterin des Suhrental Alterszentrum, auf Anfrage sagt, sei die Tagesstätte schon seit ihrer Eröffnung defizitär gewesen und die Schliessung deswegen bereits vor ihrem Antritt im Mai 2019 ein Thema. «Im Schnitt hatten wir nur drei bis vier Tagesgäste, manchmal betreuten wir auch nur eine Person. Die Nachfrage ist einfach zu klein», so Flükiger. Deshalb hätte die Tagesstätte schon immer quersubventioniert werden müssen. «Am Schluss hatten wir ein monatliches Defizit von etwa 14 000 Franken.» Die Schliessung sei deshalb eine logische Überlegung gewesen.

Mit der Tagesstätte für Demenzbetroffene wurden vor allem die Angehörigen entlastet. Sie konnten die Demenzerkrankten am Morgen ins Alterszentrum bringen und sie am Abend wieder abholen, für Personen in der Nähe wurde ein Fahrdienst organisiert. Für die Tagesgäste wurde gekocht und sie konnten an Aktivitäten teilnehmen. Pro Tag mussten die Angehörigen eine Pauschale von 70 Franken zahlen, Pflegeleistungen kosteten extra. Geöffnet war die Tagesstätte nur unter der Woche, am Schluss laut Flükiger nur noch an zwei Tagen.

Tagesgäste kommenin Muhen unter

Für die Tagesgäste konnte bereits eine Anschlusslösung gefunden werden. «Wir haben die Angehörigen an einem Infoabend über die Schliessung informiert und Alternativen aufgezeigt. Wir haben auch eine Übergangslösung auf unserer geschützten Wohngruppe angeboten, sollte jemand auf den Zeitpunkt der Schliessung hin keinen Platz finden.» Doch alle seien nahtlos in der Tagesstätte Sonnenblick in Muhen untergekommen. «Es freut uns, dass alle so schnell einen Platz gefunden haben», sagt Flükiger. Auch für eine der zwei Angestellten, die die Tagesstätte betreuten, sei eine Lösung gefunden worden, sie könne im Alterszentrum weiterbeschäftigt werden. «Die andere Angestellte wollte sich neu orientieren und hat unser Stellenangebot deshalb abgelehnt.»

Gemäss der Geschäftsleiterin sei es nicht ausgeschlossen, dass es jemals wieder eine Tagesstätte geben wird. «Aber sicher nicht in nächster Zeit. Jetzt arbeiten wir, nebst vielem anderen, mit Hochdruck daran, die zukünftige Strategie unseres Alterszentrums zu erarbeiten.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
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