Vorbildliche Ortsbildentwicklung: Der Wakkerpreis 2020 geht nach Baden

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Auch der neu gestaltete Schlossbergplatz wird als gutes Beispiel städtischer Planung erwähnt. © Badener Tagblatt

Grosse Ehre für die Stadt Baden! Der Schweizer Heimatschutz zeichnet die Stadt Baden mit dem Wakkerpreis 2020 aus. «Die verkehrsgeplagte Kleinstadt hat mit klugen Investitionen in öffentliche Freiräume Lebensqualität zurückgewonnen», begründet der Schweizer Heimatschutz seine Wahl.

An der Medienkonferenz im Badener Stadthaus am Dienstagmorgen führte Stefan Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes, weiter aus: «Die Stadt Baden kann die nationale und kantonale Verkehrsplanung nur sehr beschränkt beeinflussen. Sie hat ob der Verkehrsbelastung jedoch nicht resigniert, sondern ein eigenes, starkes Bewusstsein für den Wert ihrer öffentlichen Freiräume entwickelt.» Über viele Jahre hinweg habe Baden seither konstant und beharrlich in die Aufwertung der Plätze und Strassenräume investiert.

Schweizer Heimatschutz: «vorausschauende Politik»

«Die Altstadt zwischen Schlossbergplatz und Schulhausplatz hat sich zum lebendigen Arbeits-, Einkaufs- und Wohnort gewandelt», führte Kunz weiter aus. «Das ist das Resultat einer vorausschauenden Politik, einer kontinuierlichen Planung und dem Willen der Stimmberechtigten, Geld zu sprechen für eine attraktive Innenstadt.

Das Engagement der Stadt Baden für die öffentlichen Freiräume zeige sich nicht zuletzt im respektvollen Umgang mit ihren historischen Gärten und Parks. «Die kontinuierliche Pflege nach gartendenkmalpflegerischen Vorgaben sorgt für deren langfristigen Unterhalt und sichert ein wichtiges Stück Stadtgeschichte», so Kunz.

Mit dem 2003 eröffneten Trafoplatz und dem geplanten Brown-Boveri-Platz mache die Stadt deutlich, dass eine qualitätsvolle Verdichtung nur gelingen könne, wenn die Bevölkerung im Gegenzug hochwertige Freiräume erhält.

«Das Bekenntnis der Stadt, auch dort zu investieren, wo nicht in erster Linie zusätzliche gewinnbringende Nutzflächen zu erwarten sind, ist vorbildlich für Siedlungsentwicklungen in der ganzen Schweiz», begründet Stefan Kunz die Auszeichnung.

Markus Schneider: «Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen»

Sehr erfreut zeigte sich Badens Stadtammann Markus Schneider (CVP), der seit einigen Wochen von der Auszeichnung weiss. «Der Stadtrat Baden freut sich ausserordentlich über die Auszeichnung und bedankt sich für die Würdigung und Ehre und die damit verbundene Anerkennung für die Anstrengungen zur Aufwertung der öffentlichen Räume in Baden und damit zur Steigerung der Lebensqualität für die Bevölkerung und Gäste der Stadt.»

Gleichzeitig sei die Verleihung aber auch eine Verpflichtung, die Pflege und Erweiterung öffentlicher Räume in der Stadt Baden weiter fortzusetzen. Der Stadtrat sei stolz, dass seine Anstrengungen für die Aufwertung und Gestaltung der öffentlichen Räume in Baden mit der Auszeichnung des Wakkerpreises 2020 unterstützt werden.

«Damit wird für die weitere Siedlungsentwicklung nach Innen ein wichtiges Zeichen gesetzt. Der Stadtrat erachtet die Ehrung als Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.»

Der Wakkerpreis wird seit 1972 verliehen

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) vergibt jährlich einer politischen Gemeinde den Wakkerpreis. Das Preisgeld hat mit 20'000 Franken eher symbolischen Charakter; der Wert der Auszeichnung liegt vielmehr in der öffentlichen Anerkennung vorbildlicher Leistung.

Erstmals ermöglicht wurde der Wakkerpreis 1972 durch ein Vermächtnis des Genfer Geschäftsmannes Henri-Louis Wakker. Seither sind weitere Legate eingegangen, dank denen der Schweizer Heimatschutz den Preis bis heute vergeben kann.

Der Wakkerpreis zeichnet Gemeinden aus, die bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Hierzu gehören insbesondere das Fördern gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche Ortsplanung, die Rücksicht auf die Anliegen der Umwelt nimmt. (az)

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