Urin im Aarburger Weihwasser - Diakon glaubt nicht an «Lausbubenstreich»

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Gemeindeleiter Markus Stohldreier hat noch keine Erklärung für die Vandalenakte. Bild: jow
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Der Weihwasserkessel wurde mit einem Schloss gesichert.
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Zettel statt gesegnetes Wasser.
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Die katholische Kirche Aarburg (Bild: jow)

Just vor Weihnachten hatte die katholische Kirche in Aarburg mit ekelhaften Problemen zu kämpfen. Eine unbekannte Person versuchte der Kirche im Advent mit Urin zu schaden. «Anfang Dezember stellte der Sakristan fest, dass der Weihwasserkessel in der Kirche mit Urin verunreinigt ist», erzählt Diakon und Gemeindeleiter Markus Stohldreier.

Der Kessel steht in einer Ecke der Kirche und hat einen Hahn. Vom Weihwasserkessel können Gläubige gesegnetes Wasser mit nach Hause nehmen. Der Kessel sei dann geputzt worden, doch einige Tage danach war er noch einmal verunreinigt. «Darauf haben wir den Kessel mit einem Schloss versehen.»

Die Weihwasserbehälter sind derzeit leer

Doch das hielt den Vandalen nicht davon ab, weiterzumachen. «Danach waren dafür die Weihwasserbehälter am Kircheneingang mehrfach mit Urin versehen», so Stohldreier. Darauf nahm die Gemeinde Kontakt mit der Polizei auf, entfernte das Weihwasser und informierte die Kirchgänger mit einem Aushang.

Im Moment sei so Ruhe eingekehrt, sagt der Diakon. «Wir hoffen, dass dies auch so bleibt.» An Weihnachten hätten sie das Weihwasser in einem Sondergefäss aus der Sakristei bereitgestellt. «Und in nächster Zeit werden wir das Weihwasser auch wieder offen in der Kirche haben.»

Einen Hinweis auf eine Täterschaft hat Stohldreier bisher nicht. «Da die Verunreinigung mehrmals vorkam, glaube ich nicht, dass es sich um einen Lausbubenstreich handelt.» Der Diakon sucht nach Erklärungen: «Die Person wollte mit ihrer Aktion offenbar schockieren und eventuell explizit religiöse Gefühle verletzen.»

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Geistes

Das Weihwasser spielt für viele Katholiken eine wichtige Rolle. So kann man sich etwa beim Betreten oder Verlassen der Kirche damit bekreuzigen. Es wird auch auf Gräber Verstorbener verteilt.

«Das Weihwasser besteht aus normalem Wasser, das gesegnet wird und dem noch gesegnetes Salz beigefügt wird», erklärt Stohldreier. «Ein Diakon oder Priester segnet bei uns das Wasser.»Mit dem Weihwasser gedenke man seiner eigenen Taufe, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

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