«72-Stunden-Aktion»: Jugendliche im Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung

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Die gut gelaunte Zofinger Pfadischar (oben) baute für Wildbienen neue Häuschen (unten). Bilder: zvg

Nach 2005, 2010 und 2015 fand die 72-Stunden-Aktion dieses Jahr zum ersten Mal im Winter und nicht mehr im Herbst statt. «Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren – ausserdem passt der Winter doch ganz gut zur Schweiz», sagt Franz-Dominik Imhof, Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV). Bereits zum vierten Mal haben sich verschiedene Jugendorganisationen 72 Stunden lang einem selbst gewählten Projekt gewidmet. Dieses Jahr stand die Agenda 2030 im Mittelpunkt: Die 17 Ziele der Agenda inspirierten die Jugendlichen zu nachhaltigen Projekten, die ihre Wirkung bis ins Jahr 2030 entfalten sollen.

Aus der Region Zofingen haben sich die Pfadi Zofige, die Cevi Oftringen und die Cevi Strengelbach mit an der an der 72-Stunden-Aktion beteiligt. In der ganzen Schweiz standen von Donnerstagabend bis Sonntagabend rund 15 000 Teilnehmer im Einsatz. «Wir ziehen ein sehr positives Fazit», sagt Imhof. Es habe während der ganzen Aktion keine Schwierigkeiten gegeben und auch das Radio 72, das zum ersten Mal lanciert worden sei, sei ein grosser Erfolg gewesen. «Wir haben viele positive Reaktionen bekommen und freuen uns auf die nächste 72-Stunden-Aktion», sagt Imhof. Ob es eine fünfte Aktion geben wird, entscheiden die Jugendverbände an einer der nächsten Delegiertenversammlungen. (lbr)

 

Die gut gelaunte Zofinger Pfadischar baute für Wildbienen neue Häuschen. Bilder: zvg

Pfadi Zofige baut Häuser für Wildbienen

Um die Biodiversität rund um Zofingen zu fördern, hat die Pfadi Zofige im Rahmen der 72-Stunden-Aktion Wildbienenhäuser gebaut. Nach diversen Vorbereitungen am Donnerstag- und Freitagabend startete die Aktion am Samstagmorgen mit einem Kuchenverkauf in der Stadt. Mit den Einnahmen konnte das Material für die Bienenhäuser finanziert werden. Am Nachmittag zimmerten die rund 40 Teilnehmer Holzrahmen, die anschliessend mit Lehm, Bambusröhren und Holzwolle gefüllt wurden. Diese Häuser bieten diversen Insekten eine Unterkunft. Die Pfadi Zofige verteilte die Bienenhäuser am Sonntag an verschiedenen Orten in der Umgebung. (gg)

Der Chor der Cevi Jungschi Oftringen singt zum Thema «Be ois het jede Platz». Bilder: zvg
Die Teilnehmer waren als Schauspieler und als Tänzer (rechts) mit viel Engagement am 72-Stunden-Projekt dabei.
Die Teilnehmer waren als Schauspieler und als Tänzer (rechts) mit viel Engagement am 72-Stunden-Projekt dabei.

Ein Musical von Cevi Oftringen

Das Ziel der Cevi Jungschi Oftringen war, während der 72-Stunden-Aktion ein Musical einzustudieren, das am Sonntagnachmittag mit anschliessendem Apéro aufgeführt wurde. Die Kollekte ging anschliessend an die Organisation Blindspot. Dieser Verein fördert die Inklusion und Vielfalt in der Schweiz.

Das Thema des Musicals blieb geheim und wurde erst am Donnerstag bekannt gegeben: «Be ois het jede Platz». Ab Donnerstagabend teilten die Teilnehmer die Rollen auf, studierten Texte ein, lernten Lieder auswendig, übten Tänze, organisierten Requisiten, malten Plakate, verteilten Flyer und sammelten Lebensmittelspenden.

Die Aufführung des Musicals am Sonntag war ein voller Erfolg. Dank den schönen Plakaten und den mutigen Flyer-Verteilern konnte die Cevi das Musical vor gefüllten Bänken präsentieren. Die Schauspieler und Schauspielerinnen waren ganz in ihre Rolle eingetaucht und trugen die Lieder freudig vor. Ausserdem konnten aufgrund der vielen Gaben und den aktiven Bäckern viele gute Speisen für den Apéro aufgetischt werden. Grosszügige Spenden machten es möglich, die stolze Summe von 1142 Franken für Blindspot einzunehmen. (lfl)

Beim «Gummiäntelirennen» gaben der Karate-Club, die Feuerwehr und der Turnverein vollen Einsatz. Bilder: zvg
Wasserleitungsnetz-Karte auf dem Schulhausplatz in Strengelbach.

Die Cevi Strengelbach ist dem Wasser auf der Spur

Die Jungschar der Cevi Strengelbach bekam am Donnerstagabend anlässlich ihrer Teilnahme an der Aktion 72 Stunden den Auftrag, in Form eines öffentlichen Anlasses Geld für die Organisation HEKS zu sammeln und deren Projekt «Trinkwasserversorgung in Äthiopien» zu unterstützen. Dabei arbeiteten 15 Leiterinnen und Leiter während 72 Stunden an der Ausarbeitung des Projektes und bekamen dabei auch tatkräftige Unterstützung ihrer Jungscharkinder.

Höhepunkt des Anlasses waren am Sonntagnachmittag die Wettkämpfe unter den verschiedenen Strengelbacher Vereinen. Die Bevölkerung war eingeladen, für ihren Lieblingsverein wie die Feuerwehr, den Gemeinderat, den Turnverein oder den Karate-Club zu wetten. Der höchste Wettbetrag wurde auf den Karate-Club gesetzt, welcher auch den Sieg davontrug. Zudem wurde auf dem Pausenplatz eine Karte von Strengelbach in Form des unterirdischen Leitungswassernetzes auf den Boden gemalt. Als Andenken an das 72-Stunden-Projekt.

Die Cevi Strengelbach darf nun als Resultat der 72-Stunden-Aktion 2320 Franken der Organisation HEKS für ihr Wasserprojekt überreichen. (vma)

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