Wegweiser für ältere Generation: Kölliken erlässt Altersleitbild

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Der Entwurf von Architektin Kathrin Simmen sieht ein viergeschossiges Haus mit 30 Wohnungen vor. Visualisierung: Kathrin Simmen Architekten
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In der Villa Breitenegg bringt der Kantonale Sozialdienst derzeit Asylbewerber unter. Bild: Mario Heller (6. Januar 2016)

Die Bevölkerung wird immer älter und darf sich länger guter Gesundheit erfreuen. Damit steigt der Anteil der Senioren in den Gemeinden kontinuierlich an. So ergeht es auch Kölliken. Im Jahr 2000 lebten noch 157 Personen über 80 Jahre im Dorf, 2017 waren es bereits 199. Im Jahre 1980 lebten gar nur 78 über 80-Jährige in Kölliken.

Um dieser demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen und den Senioren Orientierung in verschiedenen Bereichen zu bieten, hat die Gemeinde per 1. Januar ein Altersleitbild erlassen und die Broschüre «Älter werden in Kölliken» veröffentlicht.

Wie Michael Urben, stellvertretender Gemeindeschreiber, sagt, sei die Ausarbeitung eines Altersleitbilds in der Legislaturplanung 2014–2017 verankert worden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Stellen wie der Fachstelle Alter und Familie des Kantons Aargau und des Kölliker Seniorenforums entstanden schliesslich das Leitbild und die Broschüre.

Hilfreiche Tipps für verschiedene Anliegen

Laut Gemeinderat solle mit dem Altersleitbild unter anderem aufgezeigt werden, welche Ziele mit welchen Massnahmen verfolgt würden. Weiter wurden zehn Leitsätze definiert, die etwa die Themen «Lebensqualität», «Wohnen im Alters- oder Pflegeheim» oder «Mobilität» behandeln.

Die Broschüre hingegen soll der Bevölkerung 60+ als «Wegweiser» dienen und in diesem Sinne hilfreiche Tipps geben und auf die richtigen Ansprechpartner für verschiedene Anliegen hinweisen. So gibt die Broschüre unter anderem Informationen zu Ergänzungsleistungen, Kursen und Veranstaltungen, Spitex oder Mahlzeitendiensten.

Auch das Alterszentrum Sunnmatte, das Tagesbetreuung und Ferienzimmer anbietet, wird kurz vorgestellt. Noch nicht erwähnt wird hingegen die Villa Breitenegg. Seit 2008 ist die ehemalige Herrschaftsvilla der Industriellenfamilie Matter im Besitz der Kölliker Ortsbürgergemeinde. Schon bald kam die Idee nach altersgerechten Wohnungen auf. Schnell war aber auch klar, dass sich diese mit einem Neubau einfacher realisieren lassen.

Die Ortsbürger lancierten daraufhin einen Studienwettbewerb, den Architektin Kathrin Simmen gewann. Ihr Entwurf sieht ein viergeschossiges Haus mit 30 altersgerechten Mietwohnungen mit 2½, 3½ und 4½ Zimmern vor. An der Gemeindeversammlung im November 2018 wurde ihr Entwurf den Köllikern präsentiert.

Wie Gemeindeschreiber Felix Fischer sagt, werde momentan in einer Arbeitsgruppe die Finanzierung des Projekts evaluiert. Wenn diese Optionen ausgearbeitet seien, werde die Ortsbürgergemeinde das weitere Vorgehen festzulegen haben. Aus dem vorliegenden Entwurf sei ein Bauprojekt samt Kostenvoranschlag zu entwickeln. Danach gehe es an die Realisierung. «Wir stehen aber noch ganz am Anfang», sagt Fischer. Aktuell ist die Villa Breitenegg an den Kantonalen Sozialdienst vermietet, der im Gebäude Asylbewerber unterbringt.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
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