Marco Hardmeier will den frei werdenden Aargauer SP-Regierungssitz erobern

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Marco Hardmeier kandidiert für die Nachfolge des SP-Regierungsrats. © Alex Spichale

Heute Dienstag habe er sich «nach vielen ausserordentlich positiv verlaufenen Gesprächen hochmotiviert entschieden», sich bei seiner Partei, der SP Kanton Aargau, um die Nachfolge von Urs Hofmann und somit als Regierungsratskandidat zu bewerben, sagt der SP-Grossrat und frühere Parteipräsident Marco Hardmeier. Er sagt: «Ja, ich will.» Sein Bewerbungsschreiben ging auch an seine Bezirkspartei.

Warum kandidiert er? Er fühle sich mit seiner politischen, beruflichen und persönlichen Erfahrung wirklich gut gerüstet, sagt Hardmeier. Und er fühle sich im richtigen Alter, die Herausforderung anzunehmen. Er sei eingebettet und tief verwurzelt in seiner politischen Heimat, der SP, und auch im Kanton Aargau. Er könne offen auf andere Menschen zugehen, zuhören, politische Kompromisse finden, Hardmeier: «Ich werde weit über die Parteigrenzen hinweg respektiert. Gemeinsam mit meiner Partei möchte ich den SP-Sitz in der Aargauer Regierung verteidigen.»

«Ich kämpfe täglich für die Gleichstellung»

Aber ist jetzt nicht Zeit für eine Regierungsrätin, nachdem die Regierung derzeit ein reines Männergremium ist, und im Herbst nur ein Sitz frei wird? Er antwortet darauf, «neben vielen anderen nur-sozialdemokratischen Anliegen ist die Gleichstellung eines der wichtigsten Elemente meines persönlichen Wertekanons».

Dies auch deshalb, weil er sich nach wie vor regelmässig mit verdeckter oder offener Homophobie beschäftigen «dürfe». Den zutiefst sozialdemokratischen Wert der tatsächlichen Gleichstellung aller Menschen betrachte er «als zentralstes Element unserer gemeinsamen Werte». Dies hält er so auch in seinem Motivationsschreiben fest, das er seiner Partei gesandt hat.

Gleichstellung betreffe alle Menschen: unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht, von ihrer Geschlechtsidentität und ihrer sexuellen Orientierung, von Rollenbildern, ihrer Herkunft, ihrem Alter, ihrem sozioökonomischen Background, ihrer Religion und von physiologischen oder psychischen Gegebenheiten, betont Hardmeier, und sagt abschliessend: «Ich kämpfe täglich für die Gleichstellung. Ohne Plakatkampagnen und markige Sprüche in Medien und im Internet.» (mku)

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