Bezirksrichter-Wahl: «Bin eine Person, die hinterfragt»

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«Wiederholungstäter und Täter, die gegen die sexuelle Integrität verstossen, würde ich die Härte der gesetzlichen Konsequenzen spüren lassen.» Marcel Lerch, CVP

Im zweiten Wahlgang für die Wahl eines neuen Bezirksrichters am Bezirksgericht Zofingen am 9. Februar tritt neben den beiden bisherigen Kandidaten Barbara Stocker Kalberer (SP) und Thomas Meier (glp) neu auch Marcel Lerch an. Der 50-jährige Marcel Lerch ist Mitglied der CVP und lebt in Strengelbach. Er ist verheiratet und arbeitet als Leiter eines Regionalen Sozialdienstes. Marcel Lerch ist ausgebildeter Kantonspolizist, verfügt über einen Abschluss als MAS Business Law und Sozialversicherungsfachmann FA/CAS und absolviert derzeit die Weiterbildung MAS Sozialversicherungsmanagement.

Warum stellen Sie sich als Bezirksrichter zur Wahl?

Die Kombination von juristischen Fragestellungen und den Handlungen von Menschen ist äusserst spannend. Ich verfüge über juristisches Wissen und eine breite Berufserfahrung, all dies könnte ich als Bezirksrichter gezielt einbringen.

Worin sehen Sie die grössten Herausforderungen in diesem Amt?

Die Findung von Akzeptanz in einem langjährig bestehenden und versierten Richterteam.

Bringen Sie juristische Erfahrungen mit?

Ja, als langjähriger Kriminalpolizist und Finanzermittler im Strafrecht und der Strafprozessordnung sowie im Gesellschafts- und Finanzmarktrecht. Zudem als vormaliger Revisor des Familiengerichts (KESB) Zofingen und Kulm im Erwachsenen- und Kindesschutzrecht. Des Weiteren als ehemaliges Kadermitglied einer international tätigen Versicherung im Bereich des Versicherungsvertragsgesetzes sowie im Unfallversicherungsgesetz und als Leiter eines polyvalenten Sozialdienstes im Sozialhilferecht und im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht.

Was macht für Sie einen guten Richter aus? Und was ein gutes Urteil?

Ein guter Richter ist eine Person, welche den Rahmen der Rechtsauslegung rasch und gezielt erfasst, sich bei der Urteilsfindung in empathischer Weise in die Lage der Opfer hineinversetzt und ohne Ansehen der Person die von Anklage und Verteidigung dargelegte Sachlage im Rahmen der Urteilsfindung gezielt und strukturiert hinterfragt. Ein gutes Urteil auf Stufe Bezirksgericht ist ein Urteil, welches der Schwere der Tat angemessen ist und vor den nachfolgenden Instanzen in wesentlicher Weise auch so bestehen bleibt.

Gibt es etwas, worauf Sie in ihrer Tätigkeit als Bezirksrichter besonderen Wert legen würden?

Wiederholungstäter und Täter, die gegen die sexuelle Integrität verstossen oder Sozialversicherungsmissbrauch betreiben, würde ich die Härte der gesetzlichen Konsequenzen spüren lassen. Wo angebracht ist auch ein Landesverweis auszusprechen.

Wieso sollen die Stimmbürger am 9. Februar Ihren Namen in die Urne werfen?

Weil die Stimmbürgerin und der Stimmbürger mit mir eine Person als Bezirksrichter erhalten, die – ohne Jurist zu sein – über erweitertes juristisches Wissen verfügt. Weil ich eine Person bin, welche hinterfragt und über das nötige Augenmass verfügt und die, wo nötig und angezeigt, auch die entscheidende Härte mitbringt.

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