Wenn die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr die Aargauer SP-Findungskommission leitet

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Jacqueline Fehr, Zürcher Regierungsrätin, leitet die Aargauer Findungskommission. © MICHELE LIMINA

«Ich freue mich, dass Marco Hardmeier sich für eine Regierungsratskandidatur zur Verfügung stellt», sagt Gabriela Suter, die Präsidentin der SP Aargau. Die am Dienstagmorgen bekannt gewordene Kandidatur zeige, dass die Sozialdemokraten diverse valable Persönlichkeiten für den frei werdenden Sitz von Urs Hofmann hätten, sagt Suter.

«Marco Hardmeier hat die Parteispitze vorgängig über sein Interesse informiert, für uns kommt seine Kandidatur also nicht überraschend», ergänzt sie.

Im vergangenen Herbst, als die Ersatzwahl für die zurückgetretene Regierungsrätin Franziska Roth anstand, kritisierte Suter noch, eine Kantonsregierung mit fünf Männern sei nicht mehr zeitgemäss. SP-Kandidatin Yvonne Feri sagte gar, sie möchte sich nicht schämen müssen für den Kanton Aargau, der eine reine Männerregierung habe. Mit einer Kandidatur von Marco Hardmeier könnte ausgerechnet die SP dafür sorgen, dass auch künftig keine Frau im Regierungsrat sitzt – wenn man davon ausgeht, dass die vier Bisherigen wiedergewählt werden.

Frauen-Kandidaturen erwartet, aber noch keine Namen bekannt

Was hat sich seit der Ersatzwahl für Franziska Roth in Sachen Frauenfrage geändert? «Letztes Jahr gestaltete sich die Situation so, dass wir bereits mit einem Mann in der Regierung vertreten waren», sagt Suter. «Auch deshalb war für uns klar, dass wir mit einer Frau antreten müssen, um den zweiten Sitz zu erobern.» Sie rechnet nicht damit, dass Hardmeier der einzige Kandidat bleibt. «Ich gehe davon aus, dass sich auch Frauen melden werden, die interessiert sind am Regierungsratssitz.» Zur Frage, ob sie selber antreten will, sagt Suter: «Ich werde eine Kandidatur seriös prüfen und die nötigen Gespräche führen, habe aber keine Eile.»

Auch Grossrätin Simona Brizzi aus Baden macht sich Gedanken zu einer Kandidatur, den Entscheid will sie erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Für die Regierung brauche es kompetente, fähige und motivierte Personen. «Bei der aktuellen Konstellation im Regierungsrat ist das Geschlecht ein Kriterium, das sicher berücksichtigt werden muss», hält Brizzi fest. Auch sie geht davon aus, dass bis zum Parteitag Frauenkandidaturen dazukommen werden. «Dort sollen sich alle interessierten Personen präsentieren können, das ist ein demokratischer Prozess.»

Wenn es um mögliche SP-Kandidatinnen geht, fällt auch der Name von Grossrätin Colette Basler. «Ich möchte derzeit nichts ausschliessen, für einen Entscheid ist es aber noch zu früh», sagt sie auf Anfrage. Die Geschlechterfrage sei ein wichtiges Thema für ihre Partei, betont Basler und hält fest: «Ich wünsche mir, dass die Delegierten neben Marco Hardmeier auch eine Frau zur Auswahl haben.»

Zürcher Regierungsrätin leitet die Aargauer Findungskommission

Unabhängig davon, ob die Sozialdemokraten mit einer Frau oder einem Mann in den Wahlkampf ziehen, spielt eine Frau bei der Auswahl der Kandidatur eine wichtige Rolle. Am Dienstagabend hat die Geschäftsleitung der SP Aargau eine Findungskommission unter der Leitung der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr eingesetzt. Fehr kenne die Anforderungen an ein Regierungsratsmitglied bestens und ihre Herkunft gewährleiste die nötige Aussensicht, heisst es in einer Mitteilung der Partei.

Weitere Mitglieder der Findungskommission sind die ehemalige Grossrätin Kathrin Scholl, Nationalrat Cédric Wermuth, der Laufenburger Bezirksparteipräsident Rolf Schmid, Grossrätin Regula Dell’Anno Doppler sowie Oberrichter Jürg Lienhard. Die Kommission soll für einen fairen Bewerbungsprozess sorgen. Sie führt Gespräche mit Personen, die sich für eine Kandidatur interessieren und klärt deren Motivation, Ziele und Vorstellungen. Die Bewerbungsfrist läuft heute offiziell an und dauert bis zum 15. März. Zwischen dem 16. März und dem 24. April sollen sich die Kandidierenden dann den Mitgliedern in den verschiedenen Regionen des Kantons präsentieren.

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