Reider Schnitzelbänkler stehen in den Startlöchern

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Sie planen und koordinieren die Beizenfasnacht (von links): Verena Marfurt, Ueli Zemp, Beat Schwegler, Renate Lukas, Melanie «Mele» Hauri und Tamara Muino. (Bilder: Marc Benedetti)
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Ueli Zemp (rechts) informierte bei einem Apéro im Blumenhaus Müller über die Beizenfasnacht.
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Der Vorstand der Reider Fasnachtsgesellschaft gab sich die Ehre. V.l. Corina Marfurt, Sarah Broch, Tanja Kumschick (Vizepräsidentin), Rita Stanger (Präsidentin), Tamara Muino und Helena Schaub. Zwei Mitglieder fehlten.

Der Auftritt der Schnitzelbänkler am «Schmudo» markiert den Start der Reider Fasnacht. Der Schmutzige Donnerstag fällt diesmal auf den 20. Februar. Wenn die Fasnachtsdichter mit ihren Höuge (Bildern) und vorgetragenen Anekdoten durch die Beizen ziehen, bleibt kein Auge trocken. Jedes Jahr ist die Dorfbevölkerung aufs Neue gespannt, wen die Fasnachts-Dichterinnen und -Dichter aufs Korn nehmen. Lustige, peinliche und witzige Anekdoten und Geschichten aus nah und fern gehören zum Credo der Schnitzelbänkler.

Was die Reider Schnitzelbänkler 2020 alles bringen, verraten sie noch nicht im Detail. Aber «Greta» und das Klima werden laut «Mele» Hauri sicherlich ein Thema sein.

Am Freitag haben sich die Mitglieder der Schnitzelbankgruppen ein letztes Mal vor der Fasnacht im Blumenhaus Müller getroffen, um letzte Informationen auszutauschen und die Geselligkeit zu pflegen. Sie erhielten hohen Besuch vom Vorstand der Reider Fasnachtsgesellschaft (FGR) unter der Leitung von Rita Stanger. Inzwischen sind es acht Frauen, welche die Reider Fasnacht organisieren, gestalten und aufpeppen (sechs waren anwesend).

Beizenfasnacht boomt wieder

 

Ueli Zemp sagte, die Schnitzelbänkler seien riesig stolz, wie sich die Beizenfasnacht in Reiden die letzten Jahre entwickelt habe. «Sie gehört einfach dazu wie die Guggenfasnacht.» Die Beizen seien voll und teilweise mit Restaurant- und Saal-Belegung sogar doppelt besetzt. Er hob das Engagement einzelner Personen hervor und erwähnte, dass Isabella und Beat Schwegler wieder an Bord seien. «Neue Schnitzelbankgruppen sind für 2021 herzlich willkommen», sagte Zemp zum Schluss. Es sei ein Schnitzelbank-Workshop für Interessierte geplant.

Der grosse Tag der Schnitzelbänkler naht. Beginn ist am 20. Februar um 17.30 Uhr im Alters- und Pflegezentrum Feldheim in Reiden. Dieses Jahr findet erstmals eine Kollekte statt. Ab 19.30 Uhr startet die Beizen-Tour. Sie führt durch die Reider Restaurants Moos, Sonne, Schwanen und Blauer Esel, das «Lamm» in Richenthal und den «Schlossberg» in Wikon.

Die Schnitzelbänke sind so unterschiedlich wie die einzelnen Gruppen selbst. Sechs sind es aktuell. «Es geht nicht darum, die Einzigen zu sein, die ein Thema bringen, sondern auch darum, eine Story auf verschiedene Arten zu interpretieren oder weiterzugeben», erklärt Verena Marfurt von den Giftspritzen. Nachfolgend eine Charakterisierung der Gruppen aus Reiden.

Jede Schnitzelbankgruppe hat ihren Charakter

- Die Blächschade sagen es mit Musik – laut, farbig, schrill, fantasievoll und verrückt. Es sind ehemalige Mitglieder der einheimischen Guggenmusik Schlömpf

- Die WC-Enten auf der Badematte begeistern unter anderem durch ihre kreativen Self-made-Kostümen und Accessoires. Bei ihnen sind es eher leise, aber nicht weniger witzige Töne.

- Die Plaudertaschen fallen durch Einheit und Farbe auf – beim Kleid wie Tasche, Brillen, Haare und Frisuren. Der Schacher Seppeli freue sich sicher auf seinem Wölklein, seine Melodie jedes Jahr am «Schmudo» in Reiden zu hören.

- D'Wyberhöögge schwanken zwischen dem Image von weiblichen «Högge», frechen Gören und «taffen» Schwingerinnen. Wenn sie jemanden auf den Rücken legen können, kennen sie kein Tabu.

- Die Giftspritzen – seit dem Babyboom im letzten Jahr um 50 Prozent angewachsen – haben neue Outfits. Sie sollen hippig, punkig, elegant, grün, sennig und herzig sein. Doch Vorsicht, giftig gegen das männliche Geschlecht sind sie immer noch.

- Die Twitterer sind alle keine unbeschriebenen Blätter, weder in Reiden noch in Dagmersellen. Letztes Jahr plötzlich, wie aus dem Nichts, als «die Deponierten» erschienen, dieses Jahr als die grosse Wundertüte mit neuen Tweets unterwegs.

Ausserdem haben die Reider Gäste aus der Region Zofingen: Von den zwei «Hinterwäldlern» aus dem reformierten Nachbarkanton lassen sich die Reider überraschen.

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