Ausgeprägter Egoismus

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Sportlerinnen und Sportler sind auch nur Menschen. Sie sind ehrgeiziger und fokussierter als der Durchschnitt, aber deshalb nicht etwa besser. Vielleicht ist es sogar so, dass man es nur ganz an die Spitze schafft, wenn man ein bisschen egoistischer ist als der Rest. Wer auf dem Weg nach oben nicht nach rechts oder links schaut, der erreicht den Gipfel als Erster. Dass es dann nach dem Karriereende nicht einfach ist, einen Teil seiner Ich-Bezogenheit in Gemeinschaftsgefühl zu verwandeln, versteht sich von selbst. Das erklärt Aktionen wie diejenige des FC Schaffhausen und seines Co-Trainers Hakan Yakin, der beim Challenge-Ligist nur einen «Minilohn» kassiert, dafür aber von der Arbeitslosenkasse kräftig unterstützt wird. Was ist falsch, wenn das System Lücken aufweist und man sich dann durch diese zwängt? Grundsätzlich ist der Gesetzgeber der Schuldige, wenn er solch moralisches Fehlverhalten zulässt – und noch belohnt. Ein Mann, der im Fussball solche Meriten erreicht hat und sich in den Augen eines «Normalsterblichen» in seiner Karriere dumm und dämlich verdient hat, müsste sich aber vielleicht trotzdem einmal selber hinterfragen. Doch wahrscheinlich ist Herr Yakin nur angestanden, als fussballerisches Talent verteilt wurde.

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