Die Staatsanwaltschaft beantragt ein Tierhalteverbot für den Tierquäler von Oftringen

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Die Kantonspolizei Aargau fand auf einem Hof in Oftringen mehrere tote, verweste und sogar bereits mumifizierte Tiere vor. © CH Media Video Unit / Tele M1
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Unfassbare Zustände: Der 57-jährige Wiederholungstäter liess seine Tiere verhungern. (Bild Kapo)

Am Dienstag hat die Kantonspolizei Aargau nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm in Oftringen einen Tierhalter festgenommen. Zuvor waren auf seinem Grundstück etliche tote Tiere gefunden worden. Andere waren in sehr schlechtem Zustand.

Inzwischen wird auch klar, weshalb Beamte der Kantonspolizei auf die unhaltbaren Zustände stiessen. Der Beschuldigte war im Zusammenhang mit einer Anzeige wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz vorgeladen. Eingereicht hatte die Anzeige laut Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltsschaft, der kantonale Veterinärdienst, und zwar im Zusammenhang mit einer Kontrolle des Dienstes im letzten Dezember.

Zur Einvernahme bei der Kantonspolizei am Montag erschien der Tierhalter jedoch nicht. Deshalb stellte die Staatsanwaltschaft einen Vorführbefehl aus. Beamte rückten aus, fanden die toten Tiere und nahmen den Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft vorläufig fest.  

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm gegen den 57-jährigen Schweizer ein Verfahren wegen mehrfacher Tierquälerei eröffnet. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Beschuldigte macht geltend, dass er durch die langjährige und intensive Pflege seiner hochbetagten Mutter sowie deren kürzlichen Tod mit der Tierhaltung überfordert gewesen sei.

Die Staatsanwaltschaft gelangt heute zudem ans Zwangsmassnahmengericht (ZMG) und beantragt, dass dem Beschuldigten untersagt wird, Tiere zu halten. Bis der Entscheid des ZMG vorliegt, bleibt der Tierhalter in Haft.

Der Beschuldigte ist wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz vorbestraft: Er wurde im Juli 2019 von der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt. Im November 2019 erging ein weiterer Strafbefehl, gegen den Einsprache erhoben wurde. 

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Tie

Clarita Haefeli, Brittnau
schrieb am 07.02.2020 18:42
Wer begreift, und nicht handelt, hat nichts begriffen. Jeder, der von diesen Missständen wusste, ist mitverantwortlich. Behörden und Nachbarn haben viel zu lange zugewartet. Leidtragend sind die Tiere.

Tierquäler

Ch.Schwarz
schrieb am 06.02.2020 15:33
Hoffe Er wird mit Gefängnis u.einer hohen Geldstrafe bestraft.Und darf nie mehr Tiere besitzen!!
Ja die Gemeinde Oftringen ist so eine Sache,bin da aufgewachsen.Mann sollte die Augen mehr offen halten,u.sofort reagieren,nicht wenn es schon zu spät ist!!!!!!!!!!

bravo

pia gut
schrieb am 06.02.2020 12:57
Kompliment an die Staatsanwaltschaft.
Entlich jemand der ein Zeichen setzt.
Ich hoffe, dass dies auch umgesetzt wird. Danke!!
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