Oftringer Tierhalter aus Haft entlassen - Kanton erlässt Tierhalteverbot

070220_reg_tierquaeler.JPG
Hier werden künftig keine Tiere mehr zu sehen sein: Stall des fehlbaren Tierhalters aus Oftringen (Bild: Remo Wyss 06.02.2020)

In einer Medienmitteilung schreibt die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau am Freitag, 7. Februar:

Am Dienstag, 4. Februar 2020, hat die Kantonspolizei Aargau nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm in Oftringen einen Tierhalter festgenommen, nachdem auf seinem Grundstück etliche tote und teilweise in sehr schlechtem Zustand befindliche Tiere festgestellt werden konnten. Am 6. Februar 2020 gelangte die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm an das Zwangsmassnahmengericht und ersuchte als Ersatzmassnahme um ein Tierhalteverbot.

Das Zwangsmassnahmengericht hat den Antrag heute abgelehnt mit der Begründung, Voraussetzung für eine Inhaftierung und damit auch für eine Entlassung unter Ersatzmassnahmen sei eine Fortsetzungsgefahr, mithin also eine schwere Gefährdung für die Sicherheit Dritter. Zu denken sei dabei primär an eine Gefahr für Leib und Leben von Menschen. Das vorliegend betroffene Rechtsgut "Tierleben" sei – gemäss Zwangsmassnahmengericht - betreffend Wiederholungsgefahr nicht so hochwertig einzustufen wie ein Menschenleben, in welches ein Eingriff als schwer zu qualifizieren wäre. Ausserdem befänden sich auf dem Anwesen des Beschuldigten keine Tiere mehr. Hinzu komme, dass der Beschuldigte erklärt habe, künftig keine Nutztiere mehr halten zu wollen.

Tierhalteverbot des Veterinärdienstes unabhängig vom Strafverfahren

Der Veterinärdienst des Kantons Aargau hatte unabhängig vom Strafverfahren den Erlass eines Tierhalteverbots in die Wege geleitet. Dieses hat der Veterinärdienst nach dem Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts mit sofortiger Wirkung erlassen. Damit wird aus Sicht der Staatsanwaltschaft eine Fortsetzungsgefahr gebannt, weshalb sie auf eine Beschwerde gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts verzichtet hat.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Verwahrung auf unbestimmte Zeit

Michael Oelting
schrieb am 09.02.2020 17:16
Wenn ich Richter gewesen wäre, hätte ich für Verwahrung auf unbestimmte Zeit entschieden. Zwar hat dieser Mensch keinen Menschen umgebracht. Aber was nicht ist, kann noch werden. In der Schweiz sind etliche Leute verwahrt, die nie einem Lebewesen was zuleide getan haben, jedoch nach Meinung von Experten zu einer derartigen Tat fähig sind. Wenn einer, der etliche Tiere auf dem Gewissen hat, keine Gefahr für die Menschheit sein soll, wer dann? Falls dieser Mann einmal einem Menschen töten sollte, hoffe ich, dass der jetzige Richter wegen Beihilfe zum Mord ebenfalls eingesperrt wird.

Absolut unverständlich

Nicole
schrieb am 08.02.2020 10:24
Ich kann weder den Entscheid des Gerichts noch die Argumentation nachvollziehen. Das Leben eines Tieres ist genau soviel wert wie das eines Menschen! Zudem fühlen sie wie Menschen und diese Tiere litten Höllenqualen...

martin

Gut pia
schrieb am 08.02.2020 06:50
Martin,
das Gebell müsst ihr nicht akzeptieren. Aus meiner eigenen
Erfahrung rate ich dir, such das Gespräch mit den
Besitzern des Hundes. Die sind sich vielleicht gar
nicht bewusst wie dies die Nachbarn stört. Wäre
natürlich schon Aufgabe des Veterinäramtes. Aber
wir wissen, dass die lieber auf ihrem Sessel im Büro
sitzen.

Tierhaltung

Christine Schwarz
schrieb am 07.02.2020 14:39
Laut Artikel,ist also kann man dies nicht wie ein Menschen Leben zustufen
Ist also ein Tierleben das unter solchen Bedingungen verenden muss weniger wert als ein Menschenleben?????
Ich verstehe dieses Urteil nicht,er wird aber eine gerechte Strafe bekommen!!!!!!!!!!!.

sorry

pia.gut
schrieb am 07.02.2020 14:22
kann mir jemand den Kommentar dieses Gerichtes
erklären. Auch nach dreimal lesen wurde ich nicht
schlau. Was hat das mit einer Gefahr für irgend
einen Menschen zu tun.
Wieviel Verstand hat sio ein Richter im Kopf.
Mit Tieren kann man umgehen wie man will.
Schämt euch

Klingt irgendwie nach dem Motto keiner will sich die Finger verbrennen

Martin
schrieb am 07.02.2020 14:02
Da will sich keiner die Finger verbrennen, das erinnert stark an die vorgehensweise in einem Zofinger Wohnquartiert, welches unter einem andauernd sehr laut bellenden belgischen Schäferhund leidet. Weder Polizei, noch Verterinärwesen, noch Städtische Verwaltung will zuständig sein. Der Ball wird von einer Stelle zur nächsten weiter gereicht und das Gebell und die zweifelhafte Hundehaltung gehen unbeträchtigt weiter und dank meterhohen Hecken (Bauverordnung) sieht man von aussen zum Glück nicht was sich in diesem Garten dann wirklich abspielt.....
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner