Politisieren, musizieren und viel reisen - so geniesst Hans Bürge seinen Ruhestand

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Hans Bürge in seinem Proberaum mit vielen Instrumenten. Seit er 14 Jahre alt ist, musiziert er. (Bild: Heidi Bono)
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Auf dem Titelblatt der Ausgabe vom 8. Mai 2001 gratulierte das ZT Hans Bürge zur Wahl. (Bild: lh)
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Hans Bürge (rechts) bekommt an der Wahlfeier am 8. Mai 2001 in Safenwil eine Wildsau, das Wahrzeichen von Safenwil, geschenkt. (Bild: André Albrecht)

«Vor wenigen Tagen sind meine Frau Heidi und ich zurückgekommen von einer dreiwöchigen Indienreise», erzählt Hans Bürge. Das Reisen fasziniere ihn nach wie vor und die Flussfahrt hätten sie genossen. Neben all den schönen Eindrücken, die traumhafte Flusslandschaft und die vielen Tempel seien aber die grosse Armut und der Unrat omnipräsent. «Das beschäftigt uns auch nach der Heimkehr.» Vor allem die «Beerdigungen» respektive Leichenverbrennungen bringe er wohl nicht mehr aus seinem Gedächtnis.

Geboren 1947 als Sohn einer Arbeiterfamilie ist Bürge zusammen mit zwei Geschwistern in Oftringen aufgewachsen. Nach einer Lehre als Elektromonteur machte er während zehn Jahren verschiedene Weiterbildungen und war auch im Ausland, zum Beispiel in der damaligen Sowjetunion, tätig. 1979 gründete er eine eigene Firma. Diese Firmengruppe erhielt eine Holdingstruktur und hatte zeitweise einen Personalbestand von 80 Personen. Intensiv wurde es, als Bürge 1982 in den Gemeinderat von Safenwil gewählt wurde und ab 1994 bis 2009 als Gemeindeammann tätig war. «Ich verbrachte sehr gute Jahre und denke viel und dankbar daran zurück», unterstreicht er. Die Parteipolitik habe dabei keine Rolle gespielt, man unterstützte sich und half, wo immer es nötig war. Von 1995 bis 2006 war Bürge Mitglied des Grossen Rats des Kantons Aargau und 2001/2002 dessen Präsident. Zwischen den Jahren 2008 und 2019 hatte er zudem verschiedene Mandate im Gesundheitswesen und war aktiv in unterschiedlichen Fachgremien und Verbänden. Bis zum 72. Altersjahr hat Hans Bürge voll gearbeitet.

Musik ist und bleibt seine grosse Liebe

«Mit 14 Jahren habe ich angefangen zu musizieren», berichtet Bürge. Mit 20 habe er die Ausbildung als Dirigent abgeschlossen. Als die junge Familie in Safenwil 1971 ihr Haus baute, habe er immer gesagt: «Ich will einen Musikraum mit vielen Instrumenten und rundum ein Haus zum Wohnen und Schlafen.» Eindrücklich sind denn auch heute noch der private Proberaum und die grosse Instrumentensammlung. Seit mehr als 50 Jahren spielt er ganz unterschiedliche Instrumente und seit 17 Jahren ist er Dirigent des Seniorenorchesters Aarau.

In den letzten Jahren waren dann verschiedene Rückenoperationen nötig geworden. Heute könne er aber sogar wieder Skifahren und sich gut bewegen, dafür sei er überaus dankbar, so Bürge. Nach unzähligen Wander- und Trekkingreisen gehe er, zusammen mit seiner Frau, das Reisen nun etwas ruhiger an. «Ich freue mich auch, bald die anstehenden Arbeiten im Garten in Angriff zu nehmen und vieles noch zu können, aber einiges nicht mehr zu müssen.»

Serie

Im Rahmen der Serie «Was macht eigentlich …?» haben Redaktorinnen und Redaktoren dieser Zeitung mit Menschen gesprochen, die Schlagzeilen gemacht haben. Wir fragen nach, was sie heute machen – und schwelgen mit ihnen in Erinnerungen.

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