So wundern sich ausländische Medien über das Diskriminierungsverbot von Homosexuellen

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Schlägt auch international Wellen: Der Ausbau des Schutzes von Homosexuellen in der Schweiz. © Melanie Duchene / KEYSTONE

Dass es die Schweiz in die internationalen Schlagzeilen schafft, kommt nicht jeden Tag vor. Doch am heutigen Montag ist es wieder mal so weit. «Anders als die meisten westeuropäischen Länder kannte die Schweiz bisher kein Gesetz, das Lesben, Schwule oder Bisexuelle vor Diskriminierung schützte», wundert sich zum Beispiel die «New York Times».

In internationalen Rankings rangiere die Schweiz etwa hinter Frankreich, Belgien oder Grossbritannien. Sogar die Uno – berichtet der «NYT»-Korrespondent seinen Lesern – habe die Schweiz bereits gemahnt, Homo- und Bisexuelle besser vor Diskriminierung zu schützen. Umso höher sei das deutliche Ja der Schweizer Stimmbevölkerung zur Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm vom Sonntag zu gewichten.

Auch deutsche Zeitungen wundern sich

Ähnlich analysiert die Korrespondentin der «Süddeutschen Zeitung» das Ja als «überfällig». Damit werde der LGBT-Gemeinschaft künftig auch in der Schweiz der gleiche Schutz vor Hass gewährt wie etwa jüdischen oder schwarzen Menschen. Und dies, ohne dass dadurch die Meinungs- oder Glaubensfreiheit eingeschränkt werde.

Auch der Korrespondent der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet über den «besseren Schutz für Homosexuelle». Dabei sei das Ja zur Erweiterung der Antirassismus-Strafnorm zustande gekommen, obwohl es zum Ausmass der Homophobie in der Schweiz gar keine Statistiken gebe.

Österreichische Organisation kritisiert eigene Politik

In Italien oder Österreich dagegen berichten die Medien derweil vorab via Agenturmeldungen über die Ergebnisse der Eidgenössischen Abstimmungen vom Sonntag. ORF.at ergänzt die Meldung allerdings um den Zusatz, dass die österreichische sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo der Schweiz «herzlich» zum Abstimmungs-Ausgang gratuliere. «Die Schweiz hat vorgezeigt, was in Österreich leider bis heute nicht möglich ist», zitiert ORF.at den SoHo-Vorsitzenden Mario Lindner. «Ein umfassender, gesetzlicher Diskriminierungsschutz.»

Dieser Ausbau des Diskriminierungsschutz werde in Österreich seit Jahren von der konservativen ÖVP von Kanzler Sebastian Kurz blockiert und finde sich auch nicht im neuen türkis-grünen Regierungsprogramm, wird der SPÖ-Nationalrat weiter zitiert. SoHo-Chef Mario Lindner: «Wir dürfen noch immer aus Cafes, Taxis, Clubs und Wohnung geschmissen werden, nur weil wir stolz und selbstbestimmt leben.»

 
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Blockierungsgegenstand: Undifferenziertheit von Bisexualität und Ambisexualität

Jörg Lenau
schrieb am 10.02.2020 22:17
Das Gefährliche an der Auseinandersetzung mit der Sache ist das Miteinander der Homosexuellen mit den Bisexuellen, ohne die Abgrenzung gegenüber den Ambisexuellen, desen Ungetrenntheit man in lexikalischen Werken auch entsprechend ausgeführt antrifft: "Bisexualität (eigentlich Ambisexualität)". Einzig die Bisexuellen entsprechen der konstituiert veranlagten Beständigkeit, wohingegen die Ambivalenz dem widersagt, sodaß damit verbunden auch die Sache selbst in seinem Verbund dem gemäß in Augenschein gerät (ausführlich: https://www.sya.de/sexualitaet/).
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