Italienische Zitate und viel Persönliches an Lyriklesung im Kloster St. Urban

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Autor Ernst Strebel (rechts) im Gespräch mit seinem Schwager Martin Werfeli, dem ehemaligen Ringier-CEO. Bild: Heidi Bono

Mit seiner «Ode an die Bleistifte» und anderen Begegnungen faszinierte Ernst Strebel aus Kölliken die zahlreichen Besucher an der Lyrik-Lesung vom vergangenen Freitag in St. Urban. Der 1951 in Aarau geborene Autor unterrichtete bis 2015 ein Teilpensum Italienisch an der Alten Kantonsschule Aarau. «Meine Gedichte sind nicht in Büchern publiziert», sagte er zum Einstieg. In Zeitungen und Zeitschriften zwar, so zum Beispiel im «Tagesanzeiger» und in Fachpublikationen der Literatur, hätten sie Platz gefunden. Bereits in jungen Jahren – und auch etwas rebellisch – habe er Gedichte verfasst, war weiter zu vernehmen. «Ich möchte heute aber auf eine besondere Art meine Gedichte präsentieren.» Er lese jeweils ein Gedicht vor, werde dann eine kurze Erklärung zum Text abgeben und lese das Werk ein zweites Mal. 1984 promovierte Strebel mit einer Dissertation über deutsche Übersetzungen von italienischer Lyrik des 20. Jahrhunderts; Autoren wie Eugenio Montale oder Lungaretti zählen dazu. Einen besonderen Einblick gab er deshalb der Zuhörerschaft in die italienischen Versionen. Strebel berichtete ausserdem über eine Gedichtphase mit tiefenpsychologischen Texten zu Märchenthemen wie «Schneewittchen». Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre beschäftigten ihn die traditionelle Männerrolle und ökologische Themen.

Die Maggi-Bleistifte benutzt er immer noch

Zwei bewegende Gedichte über Heilige wie Christophorus und Franz von Assisi hatten an der Lesung ebenfalls Platz. Auch die Beobachtung von jungen Krähen in seiner nächsten Umgebung wurden beschrieben. «Sie sind mir ans Herz gewachsen», sagte Strebel.

Zu seiner Konfirmation habe er von seinem Götti ein ganz spezielles Geschenk erhalten: «Eine grosse Anzahl an Maggi-Bleistiften, weil er dort Vertreter war.» Noch heute schreibt Strebel praktisch immer mit diesen Bleistiften. Seine Romane «Das Kursbuch des Fahrtenschreibers» und «Ein Letztes» sowie den Prosaband «Die imaginären Bibliotheken» erwähnte er zum Schluss.

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