Schweizer Premiere: Lidl eröffnet in Baden die erste Filiale in einem Bahnhof

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Voller Vorfreude: Projektleiter Recep Altindal, Filialleiter Mark Weber und Lidl-Immobilienchef Thomas Bätzold (v.l.). © Andreas Fahrländer

Ab Donnerstagmorgen, 6.30 Uhr, hat Baden einen neuen Laden. Mit der Eröffnung der neuen Lidl-Filiale im Metro-Shop am Bahnhof dürfte das langjährige Duopol von Migros und Coop auch in der Bäderstadt ins Wanken geraten. «Handel ist Wandel», sagt Thomas Bätzold, Immobilienleiter bei Lidl Schweiz, bei einem Rundgang durch das neue Geschäft. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf: Die Karten im Badener Detailhandel werden ab Donnerstag neu gemischt.

Der neue Lidl im Parterre der Hauptpost teilt sich einen Eingang mit dem (nun deutlich kleineren) Swisscom-Shop und liegt nur wenige Meter vom Eingang zur Migros entfernt, die schon Mitte der 1980er-Jahre an den Bahnhof gezogen ist. Für Lidl Schweiz ist die Lage in einem Bahnhofsgebäude eine Premiere: Die Badener Filiale ist die erste dieser Art. Das Unternehmen zieht es zwar immer stärker in die Innenstädte (in Zürich etwa in die Fraumünsterpost), «hin zu den Kunden», wie es heisst. Aber an einem so hochfrequentierten Standort wie dem Bahnhof Baden war die Discounter-Kette bisher kaum.

Der grösste Handelskonzern Europas

Elf Jahre nach der Eröffnung der ersten Filiale in der Schweiz im März 2009 eröffnet Lidl am Donnerstag in Baden den 141. Standort hierzulande. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz und sein Warenverteilzentrum im thurgauischen Weinfelden hat, gehört wie das deutsche Mutterhaus zur Schwarz-Gruppe – dem grössten Handelskonzern Europas. Lidl ist heute mit über 10'000 Filialen in 29 Ländern vertreten. «Wir freuen uns sehr auf unsere Kunden hier in Baden», sagt Mark Weber, der Leiter der Badener Filiale. «Und die Badener scheinen sich sehr auf uns zu freuen. Wir mussten in den letzten Tagen immer wieder Leute vertrösten, die zu früh in den Laden kamen.»

Weber arbeitet seit zehn Jahren bei Lidl, unter anderem in den Filialen in Aarau, Wettingen und Wohlen. Am Donnerstag nun geht es in Baden los – auf 1000 Quadratmetern und mit komplettem Sortiment. «Obwohl wir hier in einem Bahnhofsgebäude sind, haben wir keinerlei Abstriche gemacht und bieten rund 2000 Produkte an», erklärt Thomas Bätzold.

Stolz zeigt er die Regale, die teilweise erst am Donnerstagmorgen frisch aufgefüllt werden. Lidl setzt zwar weiterhin stark auf das Preisbewusstsein der Kunden, aber auch immer mehr auf das Thema Nachhaltigkeit, wie Bätzold sagt. So sei zum Beispiel das gesamte Fischangebot entsprechend zertifiziert, bei Obst und Gemüse herrscht striktes Flugverbot, Fleisch und Molkereiprodukte kommen zu einem grossen Teil aus der Schweiz.

Schweizer Käse für die Welt

Das Unternehmen trägt auch zum guten Ruf des Schweizer Käses in der Welt bei: «Wir sind einer der grössten Käse-Exporteure», sagt Bätzold. «3000 Tonnen gehen jährlich über unser Vertriebsnetz ins Ausland, 1800 Tonnen davon allein nach Deutschland.» Bei der Haustechnik achte man auf Energieeffizienz – genauso wie bei der Warenanlieferung.

Die Badener Filiale soll maximal zweimal täglich mit einem Lastwagen angefahren werden – über die neue Zufahrt, der die Villa Schnebli an der Haselstrasse weichen musste. Im Laden arbeiten rund 25 Angestellte, der Bau hat drei Millionen Franken gekostet. Ab Donnerstag stehen die Türen bei Lidl im Metro-Shop weit offen.

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