Silvan Wyss: Der einsame Kämpfer in einem lethargischen Kollektiv

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Der Torschütze zum 1:0, Oltens Silvan Wyss (links). (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus)

Während der Playoffs gibt es Spieler, die in der Hitze des Gefechts besonders aufblühen und heiss laufen, die eine ganze Mannschaft mit ihrer Intensität und ihrem Leadership mitzureissen vermögen. Beim EHC Olten suchte man diese Typen bei der Niederlage im ersten Viertelfinal-Duell gegen den SC Langenthal mehrheitlich vergeblich. Umso auffälliger waren die wenigen Akteure, die aus dem seltsam schwerfällig und lethargisch wirkenden Kollektiv herausstachen.

Zum Beispiel Verteidiger Dan Weisskopf. Oder Stürmer Silvan Wyss. Der Flügel war einer wenigen Cracks auf seiten der Oltner, der so etwas wie Playoff-Intensität aufs Eis brachte. Es erstaunte auch nicht, dass er den ersten EHCO-Treffer erzielte. Doch seine Mitspieler liessen sich kaum von Wyss’ anfänglichem Enthusiasmus anstecken. Im Gegenteil: Es schien fast, als ob sich im Verlauf der Partie auch die wenigen Aktivposten der Oltner immer mehr der seltsamen Passivität des ganzen Kollektivs anpassten.

«So haben wir uns das bestimmt nicht vorgestellt»
Auch Silvan Wyss fiel es wenige Minuten nach dem entscheidenden Gegentor von Dario Kummer in der 2. Minute der Verlängerung schwer, eine Erklärung für die völlig verunglückte Oltner Playoff-Premiere zu finden: «So haben wir uns das bestimmt nicht vorgestellt. Das erste Drittel ist ja noch einigermassen gegangen. Aber so, wie wir zu Beginn des zweiten Drittels aufgetreten sind, das war alles andere als Playoff-würdig.»

Wollte die Mannschaft zu viel? Wyss: «Ich denke, unser Hauptproblem war, dass wir viel zu viele individuelle Fehler gemacht haben, die die Langenthaler eiskalt ausgenutzt haben. Diese Fehler müssen wir unbedingt abstellen, sonst sind die Playoffs für uns schnell zu Ende», nahm der 26-Jährige kein Blatt vor den Mund und fügte an: «Vor allem, wenn wir so viele Fehler machen und dann nicht bereit sind, sie mit allen Mitteln auszubügeln.»

«In den Playoffs muss man manchmal Zeichen setzen»
Was wiederum mit der besagten, fehlenden Intensität zusammenhängt. Kaum einer der Spieler schien in der Lage, während der Partie einen Gang höher schalten zu können: «Wir haben das auch während der Pausen diskutiert. Gerade in den Playoffs ist es manchmal auch nötig, ein Zeichen zu setzen», betonte Wyss.

Dazu bräuchte es eben Leader, die vorangehen, wenn es nicht so läuft, wie gewünscht. Aber wo waren sie, die designierten Leitwölfe des EHCO? Wyss: «Letztlich ist jeder Spieler für sich selber verantwortlich. Ich kann nicht mehr als zu versuchen, zu pushen. Aber ich glaube, es hat jeder gemerkt, dass wir so nicht mehr auftreten dürfen.»

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