Verjüngungsprozess im Verwaltungsrat und mehr Macht für Burki: So baut Bonorand den FC Aarau um

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Philipp Bonorand (39) wird am 26. Mai zum neuen und insgesamt vierten Verwaltungsratspräsidenten der FCA AG gewählt. © Foto: Colin Frei / Aargauer Zeit

Sein Nachfolger und somit der vierte Verwaltungsratspräsident in der Geschichte der FC Aarau AG nach Michael Hunziker, Christian Stebler und Schmid wird Philipp Bonorand, sofern die Aktionäre ihn wählen, was jedoch Formsache sein dürfte.

Der aktuelle Verwaltungsrat der FCA AG: Peter Zubler (Ressort Torfeld Süd), Kurt Sandmeier (Brügglifeld), Ruedi Vogt (Finanzen), Alfred Schmid (Präsident), Roger Geissberger (Vizepräsident, Ressort Sport), Philipp Bonorand (Vizepräsident, designierter Präsident), Karl Oldani (Sponsoren/Marketing). Schmid und Geissberger scheiden am 26. Mai aus dem Gremium aus

Der aktuelle Verwaltungsrat der FCA AG: Peter Zubler (Ressort Torfeld Süd), Kurt Sandmeier (Brügglifeld), Ruedi Vogt (Finanzen), Alfred Schmid (Präsident), Roger Geissberger (Vizepräsident, Ressort Sport), Philipp Bonorand (Vizepräsident, designierter Präsident), Karl Oldani (Sponsoren/Marketing). Schmid und Geissberger scheiden am 26. Mai aus dem Gremium aus © Urs Helbling

Gemeinsam mit Schmid scheidet Vizepräsident Roger Geissberger aus dem Verwaltungsrat aus; er hatte immer betont, seinen Abgang mit jenem von Schmid zu verbinden. Da Bonorand bereits im Juni 2019 in den Verwaltungsrat gewählt wurde, wird an der kommenden Generalversammlung nur einer der zwei frei werdenden Sitze neu besetzt. Die restlichen Verwaltungsräte Ruedi Vogt (Finanzen), Peter Zubler (Torfeld Süd) und Kurt Sandmeier (Brügglifeld) werden dem FCA auf Wunsch von Neo-Präsident Bonorand bis auf weiteres erhalten bleiben.

Klar war bis dato nur, dass das neue Mitglied wie der 39-jährige Bonorand zur Verjüngung in der Klubführung beitragen wird. Nun ist die Katze aus dem Sack: Zur Wahl steht am 26. Mai Nico Barazetti. Der 34-jährige Aarauer ist der Sohn des früheren FCA-Spielers Alex Barazetti, schnürte bis ins Alter von 16 Jahren die Schuhe für die FCA-Junioren und besucht praktisch jedes Heimspiel im Brügglifeld. Zudem ist er Mitglied von «Aarau United», einer Gruppe junger FCA-Fans, die ihren Herzensklub auch finanziell unterstützt und zuletzt im Vorfeld der Stadionabstimmung mit einem Werbefilm und Standaktionen auf sich aufmerksam machte. Beruflich amtet Barazetti seit Oktober 2018 als CEO der Lagerhäuser Aarau AG, einer Tochtergesellschaft der Lagerhäuser Centralschweiz AG, deren Präsident und VR-Delegierter wiederum der dem FCA nahe stehende Stéphane Meyer ist.

 
 

Barazetti ist im FCA-Verwaltungsrat vorgesehen für das Ressort Sponsoren/Marketing, dem aktuell Karl Oldani vorsteht. Auf Barazettis Wunsch bleibt Oldani bis Ende kommender Saison im FCA-Verwaltungsrat, um seinen Nachfolger einzuarbeiten und ins Netzwerk der Klubsponsoren einzuführen.

Über den Cheftrainer entscheidet weiterhin der VR

Die Rochade auf der Teppichetage hat zur Folge, dass das Ressort Sport unter die Fittiche von Philipp Bonorand wandert. Sportchef Sandro Burki rapportiert künftig also direkt dem Präsidenten – und nicht mehr wie bisher einem separaten Leiter Ressort Sport, der Roger Geissberger war. Die Ausmerzung dieses Scharniers zwischen Sportchef und Präsident stärkt die Macht und Kompetenz Burkis – ihm, der einen bis Sommer 2022 gültigen Vertrag hat, obliegt ab dem 26. Mai auf operativer Ebene die alleinige Verantwortung über die sportlichen Belange. Burki zur Seite steht Sport-Koordinator Roman Hug, was bedeutet: 200 Stellenprozente kümmern sich um die Profiabteilung, was im Vergleich mit den Ressourcen aller 20 Schweizer Profiklubs gehobenes Mittelmass darstellt.

Nicht in Burkis Entscheidungsbereich liegt das Dossier «Cheftrainer 1. Mannschaft», über dessen Einstellung und Entlassung weiterhin der Verwaltungsrat entscheidet – unter Berücksichtigung von Burkis Vorschlagsrecht.

Frischzellenkur auch im mächtigen Club 100

Bonorand will gemäss eigener Aussage eine klarere Abgrenzung zwischen operativer und strategischer Führung – auf allen Ebenen: Der neue Geschäftsführer Roland Baumgartner, seit Beginn dieses Jahres im Amt, soll im Brügglifeld als eine Art CEO fungieren und mithelfen, den FC Aarau mit eigenen Ideen zu modernisieren. Die operative Führung Burki/Baumgartner wird ergänzt von Marketingleiter Roger Keusch.

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