Farbenfroher, fröhlicher Fritschi-Umzug

Gegen 30 000 Personen verfolgten den Fritschi-Umzug am Nachmittag. Bilder: Alexandra Wey/Keystone
Überall in der Stadt traf man auf Maskierte.
Diese Damen boten dem Fasnachtsbesucher Kaffee und Kuchen an.
Fötzeliräge nach dem Urknall.
Punkt 5 Uhr startete die Fasnacht mit dem Urknall.
40 Nummern nahmen am Umzug teil.

Rund 30 000 Fasnachtsbegeisterte haben gestern Nachmittag am «Schmudo» bei frühlingshaften Temperaturen den grossen Fritschi-Umzug in Luzern verfolgt. Am Morgen schafften es rund 13 000 Fasnächtler rechtzeitig zum Urknall um 5 Uhr aus den Federn.

Eigentlich sollten die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ja die Wintergeister vertreiben. Doch es herrschte strahlender Sonnenschein, und die Temperaturen lagen bei etwas über 10 Grad. Die Polizei hatte vor allem in den frühen Morgenstunden einiges zu tun. Unter anderem fiel eine Person in die Reuss. Der Rettungsdienst habe die Person, die beim Rathaussteg auf der Altstadtseite ins Wasser gefallen sei, bergen können, sagte ein Polizeisprecher. Die Person musste nicht hospitalisiert werden.

Auch sonst hätten die Rettungskräfte in den ersten beiden Stunden seit dem Urknall um 5 Uhr mit rund einem halben Dutzend Einsätzen etwas mehr Arbeit gehabt als in anderen Jahren. Auffallend seien viele Jugendliche mit übermässigem Alkoholkonsum gewesen. Die Polizei habe zudem einige Schlagstöcke und Masken sichergestellt, so ein Sprecher.

Farbenfroher Umzug am Nachmittag

Am Nachmittag folgte der Fritschi-Umzug. Geschätzte 30 000 Personen säumten die Route. Das sind 8000 Fasnächtler weniger als im Vorjahr, wie die Luzerner Polizei mitteilte. Angeführt wurde der Umzug vom Wagen der Zunft zu Safran. Ihm folgten die Luzerner Zünfte, Fasnachtsgesellschaften und zahlreiche Guggenmusigen. Beim Kapellplatz umrundete der Wagen dreimal den Fritschibrunnen, das sagenumwobene Grab von Fasnachts-Oberhaupt Bruder Fritschi. Danach führte der über zweistündige Umzug über die Seebrücke und endete in der Neustadt.

Farbenfroh, fröhlich, düster und gruselig

Die 40 Nummern des Fasnachtsumzugs waren farbenprächtig und fröhlich. Aber es gab auch düstere und gruselige Grinde, Gnomen und Geuggel sowie wilde Nummern, die sich unter die offiziellen Nummern schmuggelten. Zu sehen waren unter anderem ein «Alpufzog» von der Fasnachtsgruppe «Original-Krienser-Maske», die mit «Kind und Vieh» auf die Alp ziehen – «i de Stadt häd’s rüüdig vöu Tourischte». Die Guggenmusig Pegasus machte den Schwingermuni zum Thema und die Wagenbauergruppe Conversio aus Luzern zog einen Chilbiplatz durch die Strassen. «S’esch scho weder Mäss z’Lozärn», lautet ihr Motto. Kurz nach 17 Uhr fegten bereits die Strassenputzmaschinen durch die Strassen. Zu Ende war zwar der Umzug. Nicht aber das wilde Treiben in der Luzerner Altstadt.

Neuheit am Freitag: Schnitzelbänke in Beizen

Eine Neuerung und eine Ergänzung zur prominenten Strassenfasnacht steht in Luzern heute auf dem Programm. Mit der «Värsli-Brönzlete» wollen die Initianten die Beizenfasnacht reaktivieren. Zehn Gruppen treten in acht Restaurants auf und werfen mit ihren Sprüchen einen satirischen Blick auf das Zeitgeschehen. Die rund 700 Plätze waren im Nu ausverkauft. Am Güdismontag folgen die Tagwache der Wey-Zunft sowie der Wey-Umzug. Der Monstercorso bildet den Abschluss am Dienstag. Im ganzen Kanton finden bis dann 100 Fasnachtsveranstaltungen statt. (sda)

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