BZZ – finanziell auf der Zielgeraden

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Kaputte Jalousien sind das kleinste Problem – nottut eine energetische Sanierung. Bild: bkr (September 2018)

Im November 2018 haben die Zofinger Stimmberechtigten in einer obligatorischen Referendumsabstimmung ja zu einer Sanierung des Bildungszentrums Zofingen (BZZ) gesagt – und den Kostenanteil der Stadt (Vereinsnutzungen), der Berufsfachschule und der Heilpädagogischen Schule von insgesamt 22,5 Millionen Franken bewilligt. Nun hat der Regierungsrat nachgezogen und beantragt beim Grossen Rat einen Kredit von 20 Millionen für die durch die Kantonsschule genutzten Gebäudeteile.

Schlimm ist die Verzögerung nicht. Das BZZ besteht aus sieben Gebäuden, welche bis 2024 Schritt für Schritt saniert werden sollen. Bereits letztes Jahr hat die Stadt mit den Arbeiten an ihren Gebäuden begonnen und Container als Ausweichstandorte für sechs Schulzimmer beschafft.

Total 42,5 Millionen Franken in 44 Jahre alte Schulhäuser investieren? Ja, denn neue Schulbauten mit ebenbürtigem Raumangebot würden mehr als 150 Millionen Franken kosten. Dennoch: 42,5 Millionen sind viel Geld und der Regierungsrat muss sich den Vorwurf gefallen lassen, er habe jahrelang nichts ins BZZ investiert – andere Mittelschulstandorte beim Werterhalt ihrer Bauten finanziell bevorzugt.

Tempi passati und weiter zur Frage, was genau saniert wird. Im Vordergrund steht die Gebäudehülle. Vorgesehen ist der Ersatz der Fenster – 500 an der Zahl – und die energetische Sanierung einzelner Bauteile. Diese Massnahmen werden den Heizenergieverbrauch um bis zu zwei Drittel reduzieren, sagen Fachleute.

Energie für 300 Einfamilienhäuser

Dies entspricht einer jährlichen Energieeinsparung von rund 1,75 Millionen Kilowattstunden (kWh) oder dem Jahresverbrauch von 300 Einfamilienhäusern. Weiter geht es um den Ersatz veralteter Haustechnik, wie zum Beispiel Lüftungsanlagen, Notbeleuchtung oder die Elektroverteilungen. Bei ihr trifft man noch Schmelzsicherungen an. «Wirft man einen Blick in einen Haustechnikraum, fühlt man sich in einem liebevoll gepflegten Museum», sagte Robert Weishaupt (CVP) im September 2018 anlässlich der Behandlung des Geschäfts im Einwohnerrat.

Apropos Museum. Auch wenn das BZZ technisch auf den neusten Stand gebracht wird – die Gebäude stammen aus den 70er-Jahren und sollen auch mit der Sanierung den Charakter dieser Zeit beibehalten.

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