Person aus dem Aargau positiv getestet – definitives Resultat wird heute Nachmittag erwartet

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Symbolbild (Archiv Keystone)

Bisher wurde in der Schweiz erst ein Corona-Fall bestätigt – ein 70-jähriger Mann im Tessin ist am neuartigen Virus erkrankt. Der zweite Fall könnte den Aargau betreffen, wie der Regierungsrat mitteilt: Bei einer Person bestehe «eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass eine Infizierung vorliegen könnte».

Was heisst das genau? Kantonsärztin Yvonne Hummel erklärt auf Anfrage der AZ: "Wir haben einen positiven Test und warten im Moment auf die Bestätigung." Wird eine Person auf das Corona-Virus getestet, muss dieses Resultat bestätigt werden. Das heisst: Es braucht zwei positive Tests für einen bestätigten Fall oder zwei negative, um Entwarnung zu geben. Yvonne Hummel geht davon aus, dass das Resultat des zweiten Tests morgen Donnerstag vorliegt. Die Probe werde im Referenzzentrum in Genf analysiert. Sobald das Resultat vorliege, werde die Öffentlichkeit informiert.

Person war in Norditalien

Die Person, die im Aargau positiv getestet wurde befindet sich laut Yvonne Hummel im Spital. Sie sei isoliert. Es gehe ihr gut. Sollte sich die Person tatsächlich mit dem Corona-Virus angesteckt haben, ist das vermutlich in Norditalien passiert. Sie sei einen Tag dort gewesen, dann zurück in die Schweiz gekommen und habe bereits drei Tage später Symptome bemerkt.

«Mit der steigenden Zahl bestätigter Fälle auf der ganzen Welt und nun auch in der Schweiz besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass auch im Aargau Infektionsfälle diagnostiziert werden», hält der kantonale Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati in der Mitteilung fest. Gallati betont, dass sich trotz der neusten Entwicklungen nichts an der Einschätzung der Gefährdungslage geändert habe.

Im Aargau wurden bisher 29 Verdachtsfälle erfasst; bei fünf davon sind die Laboruntersuchungen
noch ausstehend und bei den anderen 24 verliefen sie negativ. Die medizinischen Einrichtungen, insbesondere die Kantonsspitäler, seien darauf vorbereitet, Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen und abzuklären sowie weitere erkrankte Personen zu versorgen.

Schliessung von Schulen und Absagen von Anlässen kein Thema

Regierungsrat Gallati sieht aufgrund der aktuellen Lage keinen Anlass für weitere Massnahmen wie die Schliessung von Schulen und öffentlichen Einrichtungen oder die Absage von Veranstaltungen. Solche einschneidende Anordnungen würden, falls sich die Lage markant verändern sollte, in Abstimmung mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) geprüft.

Gallati führt weiter aus, dass der Regierungsrat «mit Besonnenheit und unter Abstützung auf die Informationen und Experten des Bundes sowie von weiteren Fachleuten» die Situation analysiere. Wichtig sei es, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen und Empfehlungen des Bundes sowie des kantonsärztlichen Dienstes Folge zu leisten.

Kanton richtet Webseite und Mailadresse für Corona-Fragen ein   

Kantonsärztin Yvonne Hummel steht laut Mitteilung in engem Kontakt und Austausch mit dem Bundesamt für Gesundheit, um Massnahmen und Empfehlungen zu koordinieren. Der kantonsärztliche Dienst ist auch zuständig für die Information der Bevölkerung und spezifischer Zielgruppen wie Schulen und Unternehmen.

Die wichtigsten Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung sind:

• Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder einem Desinfektionsmittel;
• Husten und Niesen in Wegwerf-Papiertaschentücher oder in die Armbeuge;
• Kontakt zu Personen meiden mit Husten- und Schnupfen-Symptomen;
• Zuhause bleiben, wenn man selber unter Husten, Atemwegbeschwerden und Fieber leidet.

Informationen zum Corona-Virus die den Aargau betreffen, sind auf der kantonalen Webseite www.ag.ch/coronavirus zu finden. Für Fragen rund um das Coronavirus, die den Kanton betreffen, wurde für die Bevölkerung eine Mailadresse eingerichtet: coronavirus@ag.ch

 

Lesen Sie ausserdem: Aargauer Kantonsärztin: «Die Person hat nach der Rückkehr aus Italien erste Corona-Symptome gezeigt»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Virus

B. Kerzenmacher
schrieb am 27.02.2020 10:25
Man kann allen Betroffenen nur gute Besserung wünschen und hoffen, dass bald ein Heilmittel gefunden wird. Und man ist froh, dass es endlich wieder ein neues Thema gibt, an dem sich die Sensationspresse wochenlang als das aktuelle Weltuntergangsthema abarbeiten kann. Trump, Syrien und Klima taugten nach der langen Zeit einfach nicht mehr.
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