So rüsten sich Siegfried und Giezendanner für den Corona-Ernstfall

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Zwei Siegfried-Mitarbeiter desinfizieren sich die Hände. Masken sind nicht obligatorisch; auf den Ernstfall ist man aber vorbereitet. Bild: Ladina Triaca

Die Sitzung hätte diesen Freitag am Hauptsitz des Pharmaunternehmens Siegfried Holding AG in Zofingen stattfinden sollen. Doch nun wurden die Teilnehmer aus Deutschland angewiesen, zu Hause zu bleiben. Der Grund: Ein Corona-Fall in ihrer Heimat Aachen. «Wir wollen verhindern, dass unsere Mitarbeiter mit Personen aus Gefahrengebieten in Kontakt kommen», sagt Siegfried-Kommunikationschef Peter Gehler.

Das Corona-Virus hält die Aargauer Firmen auf Trab. Auch bei der Giezendanner Transport AG schaut man besorgt auf die Situation in den Nachbarländern: «Wir haben sehr viele Fahrer, die aus dem Raum Mailand in die Schweiz fahren», erklärt Geschäftsleiter und SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner.

Siegfried AG befürchtet bereits Umsatzeinbussen

Grundsätzlich könne die Firma «nicht verhindern, dass das Virus mit dem Lastwagen über die Grenze kommt». Die Chauffeure seien in ihren Kabinen allerdings relativ gut isoliert. «Zudem statten wir sie mit Desinfektionsmitteln aus und raten ihnen, auf das Händeschütteln zu verzichten», sagt Giezendanner. Stärker einschränken will die Firma ihre Mitarbeiter derzeit nicht.

Anders der Arzneimittel-Hersteller Siegfried. «Wir haben für China und Norditalien ein Reiseverbot verhängt», sagt Kommunikationschef Gehler. Die Firma produziert im chinesischen Nantong pharmazeutische Wirkstoffe – und ist entsprechend stark vom Ausbruch des Virus betroffen. Die chinesischen Behörden haben das Werk Anfang Jahr für eine Woche geschlossen. Inzwischen arbeitet die Belegschaft zwar wieder, allerdings nur in dezimierter Formation: «Rund 100 Mitarbeiter konnten wegen den Reise-Restriktionen innerhalb Chinas noch nicht nach Nantong zurückkehren», sagt Gehler.

Hinzu kommt, dass die Firma für die Herstellung von Medikamenten weltweit mit rund 11 000 Lieferanten zusammenarbeitet. «Nun müssen wir abklären, welche Produkte sich wegen des Corona-Virus verzögern oder gar ganz ausbleiben», sagt Gehler. Bei den besonders wichtigen Produkten verfügt Siegfried bereits heute über mehrere Zulieferer. Trotzdem ist für Gehler bereits jetzt klar: «Das Corona-Virus wird einen negativen Einfluss auf unseren Umsatz haben.»

 

Text & Bild: Ladina Triaca (27) absloviert die Ringier Journalistenschule, hat Politikwissenschaften studiert und arbeitet als Volontärin im Politik-Ressort der «Blick»-Gruppe.

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