Diese Badener Firma spielt eine entscheidende Rolle bei der Erforschung des Corona-Virus

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Christian Brönnimann, Geschäftsführer und Gründer der Firma Dectris: Mit einem solchen Detektor wurde die Proteinstruktur des Virus entschlüsselt. © Alex Spichale

2006 gründete Christian Brönnimann die Firma Dectris. In den Jahren zuvor hatte der Physiker am Paul-Scherrer-Institut in Villigen ein Hightech-Röntgengerät entwickelt. Inzwischen ist Dectris mit Sitz in Dättwil weltweit führend in der Entwicklung und Produktion von hochempfindlichen Röntgenkameras für akademische und industrielle Forschung.

Die Kameras der Dättwiler Firma spielen bei der Erforschung des Corona-Virus eine entscheidende Rolle. Die Firma teilt mit: «Weniger als einen Monat nach der Veröffentlichung der Virussequenzen konnten bereits zwei atomare Strukturen von Proteinen des Sars-CoV-2 bestimmt werden: Die dafür notwendigen Daten wurden mit einem unserer «Eiger X 16M-Detektoren» an der Shanghai Synchrotron-Strahlungsanlage in China gemessen.»

Basierend auf diesen Informationen untersuchten die Forscher eine grosse Zahl bekannter Medikamente sowiew biologisch aktiver Naturstoffe auf ihr Potenzial als Wirkstoff gegen das Corona-Virus. Sie wählten dreissig Kandidaten aus, an denen nun weiter geforscht wird.

Impfstoffe oder Medikamente gegen das Virus lägen noch in weiter Ferne, aber die strukturellen Studien zeigten den Weg auf. «Die Bestimmung der räumlichen Struktur von Proteinen des Virus ist die Basis, um seine Funktionsweise zu verstehen», sagt Christian Brönnimann. «Dazu benutzen Strukturbiologen unsere Kameras. Wir leisten damit einen Beitrag zum grundlegenden Verständnis der biochemischen Übertragungsmechanismen und unterstützen damit den Kampf gegen das Corona-Virus.»

Auch Zika-Virus wurde mit Badener Geräten untersucht

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Dectris stehen im Austausch mit Professor Dave Stuart, einem Virologen und Strukturbiologen an der Universität Oxford. Auch er ist mit Aargauer Detektoren ausgestattet. «Wirksame Impfstoffe werden nicht von heute auf morgen entwickelt, doch strukturelle Informationen können den Prozess deutlich verkürzen», erklärt er. Stuart erwartet laut Mitteilung erste klinische Studien im Zusammenhang mit dem Corona-Virus bereits ab April.

Dank Hightech-Röntgengeräten von Dectris konnten beispielsweise bereits die Oberflächenproteine des Zika-Virus ausgemessen werden. Die Firma wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: Unter anderem mit dem «Swiss Economic Award 2010» oder der Auszeichnung als Aargauer Unternehmen 2011».
Der erste Standort von Dectris befand sich an der Neuenhoferstrasse in Baden.

2015 wurde der Firmensitz nach Dättwil verlegt. Mitte 2017 nahm die erste Tochtergesellschaft in den USA ihren Betrieb auf. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 120 Angestellte. Die Geräte werden von Wissenschaftlern auf der ganzen Welt genutzt.

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