Zonenkonform? Baugeschäft Gasser gibt zu reden in Reiden

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Abgelegener gehts nicht mehr: Der Weiler Gishalden in Langnau, wo Familie Gasser wohnt. Ihre Wohnadresse ist auch ein Geschäftssitz. Bild: Marc Benedetti

In Reiden gibt es eine Kampfwahl ums Gemeindepräsidium. Die IG Reiden hat Evi Gasser-Mangold als Gegenkandidatin zu Gemeindepräsident Hans Kunz (CVP) aufgestellt. Beide wohnen in Langnau. Die Gegenkandidatin steht momentan im Rampenlicht. Dabei wird zuweilen ein Vorwurf geäussert: Im Anwesen von Evi und Markus Gasser an der Gishalden 5 soll bezüglich der Zonenkonformität nicht alles ganz koscher sein. Konkret geht es um das Baugeschäft des 30-jährigen Sohns Remo Gasser, das sich an derselben Adresse befindet.

Das Wohnhaus der Gassers, ein ehemaliges Bauernhaus, in dem sich auch der Pferdestall Evi Gassers befindet, liegt in der Weilerzone Gishalden. In dieser Weilerzone sind laut Bau- und Zonenreglement der Gemeinde Reiden Wohnbauten, landwirtschaftliche Bauten sowie «höchstens mässig störende Geschäfts- und Gewerbebetriebe» erlaubt. Die Umnutzung bestehender landwirtschaftlicher Bauten ist zulässig, sofern das bestehende Gebäudevolumen nicht verändert wird. Die Weilerzone existiert schon lange. Die Bauunternehmung Remo Gasser GmbH ist aber laut Handelsregistereintrag 2015 gegründet worden.

Erlaubt sind mässig störende Gewerbebetriebe

Evi Gasser sagt auf Anfrage: «Das Baugeschäft unseres Sohnes ist zonenkonform.» Sie hätten das abgeklärt, unter «mässig störende Geschäfts- und Gewerbebetriebe» gehörten Handwerks- und Gewerbebetriebe. Die Weilerzone Gishalden hat Lärmempfindlichkeitsstufe III (wie Landwirtschafts- oder Arbeitszone III). Da darf man durchaus aktiv sein. «Unser Sohn benutzt die Remise als Materiallager», sagt Gasser. Von der Gemeinde Reiden habe sich nie jemand gemeldet, dass der Betrieb störe oder nicht zonenkonform sei.

Das bestätigt man bei der Gemeinde. «Niemand hat sich bei uns beschwert», sagt David Jurt, Bereichsleiter Bau und Infrastruktur. «Grundsätzlich haben wir keine Kenntnis von dieser Firma», fügt er hinzu. «Für uns ist die Liegenschaft ein Bauernbetrieb mit Pferderemisen.» Wenn das aber ein Kundenmaurer wäre, sei das wohl kein Problem. Sind das also alles nur Wahlkampfgerüchte – oder gar ein Komplott von politischen Gegnern? Dazu muss man wissen: Evi Gasser setzte sich mit anderen Bürgern an der Reider Gemeindeversammlung vom Juni 2019, an der über die Teilzonenplanrevision im Dorfteil Langnau beraten wurde, gegen die beantragten Umzonungen ein.

Der Gemeinderat Reiden beantragte damals, die 2018 stillgelegte Sägerei in die Arbeitszone umzuteilen. Einzelne Parzellen auf dem Areal sollten in Wohnzonen umgezont, zwei Parzellen ausgezont werden. Profitiert hätten verschiedene Grundeigentümer. Die Teilzonenrevision in Langnau wurde abgelehnt. Damals schuf sich Evi Gasser nicht nur Freunde. «Schon letzten Sommer wurde mein Sohn im Restaurant angesprochen, ob sein Geschäft zonenkonform sei», erzählt sie. Inzwischen redet man über Langnau hinaus darüber.

Mechanische Werkstatt seit über 60 Jahren

Übrigens: Es gibt in der Gishalden einen weiteren Gewerbebetrieb, die mechanische Werkstatt ehemals Hans Meyer. Diese ist allerdings über 60 Jahre dort ansässig. Sie wird heute von Dominik Suter geführt. «Die Zonenfrage war nie ein Thema», sagt Suter. «Da gilt wohl Gewohnheitsrecht», sagt er, «wir waren schon in verschiedensten Zonen.»

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