Uerkheim hat ein Signal gesetzt : «Wegen der Antenne herrscht kein Krieg»

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Am 15. März fällt die Entscheidung bezüglich der Antenne. (Bild: Ralph Ribi/CHM)
Sarah Rüegger (18), Befürworterin: «Wir müssen mit der Entwicklung mitgehen.»
Boris Lanz (65), Gegner: «Mir fehlen andere, akzeptiertere Varianten.»
Oliver Huber (46), Befürworter: «Diese Technologie ist für künftige Innovationen wichtig.»
Markus Gabriel (54), Befürworter: «Aus meiner Sicht sind die Strahlen unbedenklich.»
Peter Clauss (69), Befürworter: «Ein funktionierendes Netz gehört zur heutigen Zeit.»
Cédric Rüegger (22), Befürworter: «Der Standort auf dem Schulhausdach überzeugt mich.»

«Die Schlacht um die Handyantenne beginnt bei Kaffee und Kuchen»: So betitelte die AZ am 29. Februar die Vorschau auf den am Dienstagabend stattgefundenen Anlass «Uerkheim diskutiert». Dabei lud das Referendumskomitee alle Uerknerinnen und Uerkner ein, sich bei offenen Gesprächen ohne Vortrag über die geplante Antenne auf dem Schulhausdach Hübeli auszutauschen. Der Anlass sollte helfen, die eigene Meinung zu festigen.

Doch eine Schlacht fand im Gemeindesaal nicht statt, wie Initiant Cédric Rüegger vor den rund 20 Anwesenden sagte: «Wegen der Antenne herrscht kein Krieg in Uerkheim.» Ausserdem betonte er: «Wenn ihr über etwas anderes als die Antenne reden wollt, dann tut das. Sprecht über Themen, die euch im Herzen bewegen.» Ganz nach dem Motto: Hauptsache wir reden darüber.

Ja zum Netz, Nein zum Standort

Den Gesprächsinhalten der zwei Stunden nach zu urteilen, schien es tatsächlich so, als ob die Mobilfunkantenne aus dem Herzen und dem Kopf der anwesenden Uerkner nicht zu verdrängen war. An zwei Tischen wurde sachlich über die Abstimmung vom 15. März diskutiert. Mit der Zeit kristallisierten sich Ansichten heraus, die sowohl die Befürworter als auch die Gegner der Abstimmung vertreten: Uerkheim will eine bessere Netzversorgung. «Wir können 5G und die damit verbundene Entwicklung nicht aufhalten», war eine der gängigen Aussagen an diesem Abend. Uneinig waren sie sich indes im Standort. Dabei kam auch die Schuldfrage auf. «Die Gegner hätten ihre grossen Emotionen lieber für die Suche eines anderen Standortes genutzt», äusserte sich ein Befürworter. Eine besorgte Uerknerin fragte in die Runde: «Wer garantiert mir, dass die Strahlen den Kindern, die im Schulhaus Hübeli ein- und ausgehen, keinen Schaden zufügen?» Es wurde schnell klar: Gegner und Befürworter argumentieren auf verschiedene Arten. Während die Unterstützer auf Wissenschaft und Technik basierende Argumente lieferten, stützte sich die Gegenseite häufig auf ethische Verpflichtungen. «Eine solche Antenne auf einem Schulhaus zu platzieren, kann ich nicht verantworten», so ein besorgter Grossvater. Ihm sei bewusst, dass er mit seinen Argumenten niemanden umstimmen könne. Aber genau so wenig überzeugten ihn die Argumente der Gegenseite.

Ältere Generation lernt von der Jüngeren

Laut Cédric Rüegger sei diese Art von Veranstaltung für Uerkheim nicht ganz üblich. Er betont jedoch: «Zu meiner Zeit habe ich in der Schule noch gelernt, dass man Konflikte gemeinsam ausdiskutieren sollte.» Deshalb habe er diesen Anlass auch auf die Beine gestellt. Lob erhält er von allen Beteiligten. Ein älterer Herr meinte gar: «Meine Generation muss lernen, die andere Meinung zu akzeptieren und zu respektieren.»

Unter den Anwesenden waren lediglich vier Gegner. Demnach überrascht es nicht, dass die meisten mit einem knappen, aber positiven Resultat am 15. März rechnen.

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