Nach dem Volks-Ja laufen die Vorbereitungen im Langenthaler Schoren

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Ruedi Minder, Geschäftsführer der Kunsteisbahn AG, will den Schoren mit seinem Team im Sommer auf Vordermann bringen. (Bild: ryl)

Das Ja des Langenthaler Volks zum neuen Eisstadion hat auch bei den Betreibern des alten Stadions für Erleichterung gesorgt. Damit verknüpft sind nämlich Investitionen in den Schoren von 448 000 Franken, welche das Volk ermöglicht hat. «Wir waren lange ein bisschen zwischen Stuhl und Bank und wissen nun, dass die Absicht besteht, bald ein neues Stadion zu bauen», erklärt Ruedi Minder, Geschäftsführer der Kunsteisbahn AG. Er habe jetzt die Möglichkeit, das momentane Zuhause des Langenthaler Eissportes vernünftig und moderat zu sanieren. «Wir haben bis 2026 geplant. Bis dann wollen wir hier Eissport für unsere Nutzer ermöglichen. Und dafür braucht es einzelne Anpassungen.»

Dabei wird eines klar: Insbesondere sanitäre Anlagen und Lüftungen sind alt, teilweise gar uralt und marode. Toilettenanlagen und Duschen werden deshalb erneuert, weil an einzelnen Orten bereits die Wände ergraut sind. Und im Restaurant muss die Lüftung erneuert werden, damit die Abluft besser sichergestellt werden kann. Ruedi Minder ist sich sicher, dass gerade darauf im Zusammenhang mit der Corona-Krise künftig noch besser geschaut wird.

Eine vierseitige Uhrenkonstruktion
Für Ruedi Minder ist eines wichtig: Die Sanierung des 1961 erbauten Schoren-Stadions ist ein Light-Paket und keine Luxusvariante. Letztlich gehe es nur darum, die Zeit zu überbrücken, bis ein neues Stadion steht. 121 000 Franken werden für sanitäre Anlagen, Hygieneverbesserungen und die Sicherheit ausgegeben, 148 000 Franken um Auflagen von Swiss Ice Hockey einzuhalten und 169 000 Franken werden für infrastrukturelle Verbesserungen ausgegeben. «Eine der Auflagen des Schweizerischen Eishockeyverbandes ist es, dass in der Mitte der Halle auf vier Seiten die Zeit erkennbar ist. Wir haben bereits zwei Uhren und werden zwei weitere erwerben, damit wir ein Konstrukt bauen können, das wir unter das Hallendach hängen können», sagt Minder. Eine LED-Anzeige hingegen werde es nicht geben, diese wäre weitaus zu schwer. «Eine solche Anzeige ist ebenfalls Vorschrift, mit jener, die wir haben, hat sich der Verband gerade noch einverstanden erklärt», so Minder.

Ebenfalls gebaut wird das lange angekündigte Vordach auf der Seite der Dorfgasse. Die Zelte, die dort aktuell noch stehen, werden dann entfernt und der Eingangsbereich wird durch dieses Konstrukt künftig gedeckt sein. «Es wird ähnlich sein wie jetzt schon. Da wird beispielsweise ein Tresen sein, der Grillcontainer wird weiterhin draussen stehen – aber die Fläche direkt am Rücken der Eishalle wird grossflächig überdacht sein», erklärt Ruedi Minder. Für jene Gäste, die ihre Verpflegung draussen geniessen oder rauchen wollen, werden weiterhin Schirme aufgespannt, die vor der Witterung schützen.

Das Ziel, welches Ruedi Minder verfolgt, ist, dass im nächsten August zum Saisonstart hin alles bereit steht und umgebaut ist. Versprechen kann er dies aber nicht. «Die Planung und das Konzept werden jetzt aufgestellt. Zuerst müssen wir noch die 30-Tage-Einsprachefrist abwarten, dann wird gestartet.» Schreiten die Bauarbeiten wie geplant im Sommer vorwärts, wird bereits im kommenden Winter alles bezugsbereit sein. Damit das Vorhaben gelingt, werden die Mitarbeiter der Kunsteisbahn selbst Hand anlegen. «Beispielsweise beim Rückbau werden wir viele Eigenleistungen erbringen, um die Kosten tief zu halten», erklärt Minder. Dies wurde bereits beim Restaurantumbau im letzten Sommer so gemacht.

Die Vorfreude auf das neue Stadion ist schon jetzt gross
Nach der moderaten Sanierung soll in den nächsten Jahren im Schoren Ruhe einkehren, was grössere bauliche Massnahmen betrifft. Ruedi Minder sagt aber auch: «Je länger es dauert, bis wir ein neues Stadion haben, desto grösser wird das Risiko, dass einzelne Maschinen aussteigen.» Auch deshalb habe man sich bereits Notfallpläne zurechtgelegt, sollte beispielsweise die Kühlmaschine aussteigen. «Eine Saison in einem solchen Fall zu überbrücken wäre mit Kosten verbunden, aber möglich», sagt Minder, «mehr als eine solche Saison durchzustehen wäre aber wohl schwierig.» Aus diesem Grund bleibe der Zeitplan zum Bau eines neuen Eisstadions weiterhin gedrängt.

Obwohl die Zeiten der Kunsteisbahn Schoren in Langenthal mit der Realisierung des neuen Stadions im Gebiet Hard gezählt sind, freut sich Ruedi Minder bereits jetzt auf diesen Moment. «Auch dort wird es fähiges Personal brauchen. Wenn wir also hier gut arbeiten, können wir hoffentlich am Tag X im Schoren den Schlüssel abgeben und mit dem gleichen Team den neuen Schlüssel am darauffolgenden Tag im Hard übernehmen», sagt er. Minder selbst wird 2024 pensioniert, bietet aber seine Hilfe und sein Know-how gerne an, wenn es für die Planung des neuen Stadions gebraucht wird. Obwohl nach diesem Sommer im Schoren weniger gebaut wird, stehen interessante Tage und Jahre in Langenthals Eissportzukunft an.

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