Hilfe im Kampf gegen Corona-Virus: 8000 Aargauer Zivilschützer müssen mit Aufgebot rechnen

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Um das Gesundheitspersonal zu entlasten, sind im Spital Muri bereits Zivilschützer im Einsatz erklärte Dieter Wicki, Chef Bevölkerungsschutz beim Kanton, auf Anfrage. © Fabio Barazini

Derzeit zählt der Aargau 67 bestätigte Corona-Fälle, drei Personen liegen im Spital, eine davon wird auf der Intensivstation beatmet. Das sagte Kantonsärztin Yvonne Hummel an einer Medienkonferenz am Dienstagnachmittag.

Um das Gesundheitspersonal zu entlasten, sind im Spital Muri bereits Zivilschützer im Einsatz. Sie würden das Spitalpersonal bei der Triage von Patienten unterstützen, gab Dieter Wicki, Chef Bevölkerungsschutz beim Kanton, auf Nachfrage bekannt.

Bei diesem Einsatz dürfte es in den kommenden Tagen nicht bleiben. Man habe die normale Ausbildung der Zivilschützer im Zentrum Eiken eingestellt, die Ausbildung werde nun auf das fokussiert, was künftig wichtig und notwendig sei: Einsätze im Gesundheitswesen. Der Kanton habe allen 17 Zivilschutzorganisationen mitgeteilt, dass sie sich auf Einsatzvorbereitungen konzentrieren sollten, sagte Wicki.

Es sei nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern dringendes Gebot der Stunde, dass Zivilschützer im Kampf gegen das Corona-Virus zum Einsatz kämen. «Alle Zivilschützer im Aargau müssen damit rechnen, dass sie in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten zu solchen Einsätzen aufgeboten werden», machte Wicki klar. Schon im Voraus dankte er den Arbeitgebern für die Bereitschaft, die Zivilschutzangehörigen für die Einsätze abzustellen. Derzeit liegt der Bestand im Aargauer Zivilschutz bei knapp 8000 Personen, zuletzt wurden aber immer weniger neue Zivilschützer rekrutiert, wie die Antwort des Regierungsrats auf einen Vorstoss im Herbst 2019 zeigte.

Dieter Wicki sagte weiter, die Task-Force Corona des Kantons werde nun ergänzt. Dabei gehe es darum, die Massnahmen mit den Bundesämtern für Gesundheit und Bevölkerungsschutz gut abzustimmen. Dazu stehe man nicht nur mit Nachbarkantonen, sondern auch mit den Katastrophenschutzorganisationen der beiden deutschen Landkreise Lörrach und Waldshut in Verbindung. «Nur mit dieser engen Zusammenarbeit können wir die Corona-Krise bewältigen», ergänzte Wicki.

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