Vorschlag von SVP-Burgherr: Gutverdienende sollen jetzt helfen

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SVP-Nationalrat Thomas Burgherr gestern in seinem Büro. Bild: zvg

Immer mehr Vorschläge und Forderungen kommen auf den Tisch, wie in der Corona-Krise der Wirtschaft geholfen werden muss. Angekündigt hat der Bundesrat ein Hilfspaket im Umfang von 10 Milliarden Franken. Doch das dürfte erst der Anfang sein.

Wie dringend Kleinunternehmen schnelle und unkomplizierte Hilfe brauchen, erlebt SVP-Nationalrat Thomas Burgherr am Handy im Stundentakt. Da ist zum Beispiel die verzweifelte Bauernfamilie, die neben der Milchwirtschaft ein zweites Standbein mit Pferden aufgebaut hat – die Umsätze damit sind innerhalb von Tagen weggebrochen. Oder der Event-Organisator, der nur noch Absagen kassiert. «Klein- und Kleinstunternehmen sind tragende Säulen der Volkswirtschaft. Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass diese nicht zusammenbrechen», sagt der Wiliberger. Denn: «Für sich selbst können Eigentümer von Kleinstbetrieben keine Kurzarbeit beantragen.»

Zusammen mit der Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und den Nationalräten Leo Müller (CVP, LU) und Marcel Dobler (FDP, SG) hat Burgherr in dieser Sache Wirtschaftsminister Guy Parmelin einen Brief zukommen lassen. Die vier fordern, dass Kurzarbeit auch für jene Personen möglich sein soll, die zwar selbst Beiträge an die Arbeitslosenversicherung zahlen müssen, selbst aber nicht Kurzarbeit beantragen können – konkret beispielsweise der Besitzer eines kleinen Coiffeurgeschäfts. «Nur wenn Bevölkerung, Wirtschaft und Politik zusammenhalten, ist diese Krise zu bewältigen», heisst es in dem Brief. Man müsse verhindern, dass Hunderttausende durch die Maschen des angekündigten Hilfspaktes fielen.

Via Facebook hat Burgherr gestern zudem eine Solidaritätsidee lanciert. Alle jene, die mehr als 10 000 Franken brutto im Monat verdienen, sollen während sechs Monaten drei Prozent ihres Salärs in einen Fonds, welcher der Bund verwaltet, einzahlen. Mit seiner Idee spricht Burgherr vor allem all jene an, die ihren Lohn vom Staat oder von staatsnahen Betrieben beziehen – also Bundes- und Regierungsräte, National- und Ständeräte, Bundes- und Oberrichter und leitende Staatsangestellte. Und ja, er selbst wolle selbstverständlich in den Fonds einzahlen, wenn seine Idee zustande komme. Er suche nun eine Institution, welche ihn bei der Umsetzung unterstütze, beispielsweise der Gewerbeverband. «Allein geht das nicht.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Richtig so,

Alexander
schrieb am 19.03.2020 19:27
Das ist ja schon fast eine Vorderung aus der Sicht von SP Wählern.
Danke, das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

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Walter Leidark
schrieb am 19.03.2020 15:25
Was versteht man überhaupt unter Gutverdiener? Und was ist überhaupt ein Bruttoeinkommen. Wie wäre es mal, die Zahl nach Steuern anzuschauen?

Und hin oder her, die Rechnung für die heutige Stilllegung des normalen Lebens wird nur durch noch höhere Steuern und Abgaben finanzierbar sein. Da bezahlt ein sog. Gutverdiener sowieso massiv mehr und erhält auch keine Transferzahlungen. Deshalb kann eine solche Idee wirklich nur ein Witz sein.
Oder macht das uns mal ein Politiker vor und verzichtet auf seinen Lohn?

Gute Idee

Danke für die Gute Idee
schrieb am 19.03.2020 09:13
da ja die Leute die mehr verdienen auch bei den Steuern am meisten abziehen können, und nicht so gerupft werden wie ein normaler Arbeiter , ist das eine sehr gute Idee, nur werden diese das natürlich nicht machen da Sie ja eh die meisten Egoisten sind und nur für sich schauen, da fehlt dann wieder jede Solidarität.
Ich habe lange im Service in den Skigebieten gearbeitet, die Reichen gaben am wenigsten Trinkgeld und konnten meistens nicht mal Danke sagen und verhielten sich am frechsten, die Leute die sich nur ein paar Tage Skifahren erlauben konnten und auch nicht prozten waren freundlich glücklich und gaben am meisten Trinkgeld , und das wird auch jetzt so sein !
Das sind halt doch 2 Verschiedene Welten, aber am Ende können auch die nichts mitnehmen, das letzte Hemd hatt keine Säcke ;-)

Burgherr

Arnold
schrieb am 19.03.2020 06:35
Die Gutverdienenden haben genug Steuern bezahlt, jetzt muss der Staat aufkommen und sicher nicht der Gutverdienende!
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