Nur fünf Kantone haben tiefere Corona-Quote als der Aargau – Kantonsärztin Hummel warnt vor Trugschluss

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«Ein Faktor könnte sein, dass wir sehr früh ein Bewilligungssystem für Veranstaltungen eingeführt haben. Das hat die Aargauer Bevölkerung bezüglich Hygienemassnahmen früh sensibilisiert.» Yvonne Hummel, Kantonsärztin Aargau © Severin Bigler

Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlicht regelmässig die kantonale Verteilung. Im Aargau gab es, Stand Sonntag, 32 Fälle pro 100'000 Einwohner. Nur fünf Kantone verzeichneten tiefere Werte. In den Aargauer Nachbarkanton Baselland und Zürich liegt der Wert mit 97,2 beziehungsweise 58,6 pro 100'000 Einwohner doch um einiges höher.

Die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel sagt, eine eindeutige Erklärung dafür gebe es nicht. «Die Zahlen können sich jeden Tag ändern und es kann zu einem plötzlichen Anstieg kommen – wovon wir aktuell ausgehen. Ein möglicher Faktor für die tieferen Zahlen im Aargau könnte sein, dass wir keinen Flughafen mit vielen internationalen Gästen im Kanton haben.

Zudem haben wir sehr früh ein Bewilligungssystem für Veranstaltungen eingeführt.» Das habe die Aargauer Bevölkerung bezüglich Hygienemassnahmen und sozialer Distanz schon relativ früh sensibilisiert, sagt Hummel.

Gemäss dem deutschen Robert Koch-Institut (RKI) liegt die Zahl der tatsächlichen Fälle nach bisherigen Studien etwa vier- bis elfmal höher als die registrierten. Folglich gilt: Je mehr getestet wird, desto mehr Infektionen werden entdeckt. Wie viele Tests wurden im Aargau schon durchgeführt? Kantonsärztin Hummel: «Dazu haben wir keine genauen Zahlen mehr, da dem kantonsärztlichen Dienst schon länger die negativen Befunde nicht mehr gemeldet werden.»

Kantonsspital Baden baut Testkapazitäten aus

Es wäre ein Trugschluss zu glauben, dass die Zahl der Covid-19-Fälle im Aargau im Vergleich zu anderen Kantonen auch weiterhin verhältnismässig tief sein werde. Hummel: «Es ist möglich, dass die Zahlen tiefer bleiben, es kann sich aber auch den anderen Kantonen annähern.» Derweil werden die Testkapazitäten im Kantonsspital Baden ausgebaut: So wurde das Blumengeschäft im Eingangsbereich in eine Teststelle umfunktioniert.

Personen, die den begründeten Verdacht haben, sich mit Covid-19 infiziert zu haben, können sich gemäss Mitteilung des Kantonsspitals Baden auch an folgenden Orten testen lassen: im Doktorzentrum Mutschellen, im Institut für Arbeitsmedizin in Baden, im Spital Muri, im Asana Spital Leuggern und in der Hausarztpraxis MZ Brugg. Eine telefonische Voranmeldung für die Tests wird empfohlen.

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