Wegen Missachtung der Corona-Regeln: 1000er-Stägli wird temporär gesperrt

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Eine Infotafel und ein Absperrband weisen darauf hin, dass es gesünder ist, derzeit das 1000er-Stägli nicht zu benutzen. (Bild: gam)

Wegen massiver Missachtung der Corona-Verhaltensregeln hat die Bürgergemeinde Olten das 1000er-Stägli am Born in Absprache mit der Polizei Kanton Solothurn mit Absperrbändern temporär gesperrt. Zuwiderhandlungen können an die Telefonnummer 117 gemeldet werden.

Zuvor hatte die 1000er-Stägli-Arbeitsgruppe noch mit einem handschriftlichen Aushang an die Vernunft der Sportlerinnen und Sportler appelliert. Die Bitte lautete, nicht das Stägli zum Abstieg zu nutzen, sondern den dafür vorgesehenen Rundweg zum Ausgangspunkt. Gesundheitsbewusstsein, Rücksichtnahme und Anstand sollte nach Ansicht der Leute, die die Bornstiege in Schuss halten, vor dem Fitnessdrang all jener herrschen, die das 1000er-Stägli anstelle ihrer gewohnten Trainingsanlagen nutzen. «Das Stägli ist kein hundertprozentiger Ersatz für die geschlossenen Fitnesscenter», betont Guido Vonäsch vom Unterhaltstrupp. Und bittet einmal mehr alle, die rund ums Stägli unterwegs sind: «Haltet den Born sauber. Papiertaschentücher sind ordnungsgemäss, in geschlossenen Containern, zu entsorgen. Leere Getränkeflaschen bitte wieder nach Hause nehmen.»

Anzumerken ist auch, dass die öffentlichen Feuerstellen nur noch von einer Familie benutzt werden sollten, «Gelage» sind verboten, ebenso eigene Feuerstellen. Dass das 1000er-Stägli nun temporär gesperrt ist, ist auch im Sinne des Unterhaltstrupps. «In den Bergen wurden heuer ja auch viele Skigebiete geschlossen», so Guido Vonäsch, «es gilt, das Corona-Virus mit allen Mitteln zu stoppen und zu eliminieren.»

So war es letzte Woche noch auf dem Stägli: 1150 Stufen zum Nachdenken über das Corona-Virus

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Hallo Herr Oelting

Ueli Bühler
schrieb am 30.03.2020 13:28
Wären Sie wohl sonst abgeführt worden. Bedenklich ist, dass die Polizei so einen Schildbürgerstreich auch noch unterstützt, unglaublich !!Ich bin Fassungslos! Na ja, mir wurde auch schon mit der Polizei gedroht als ich einkaufen war. Ich musste mich sehr zusammenreissen, um nicht auszuflippen. Ich bin erst 64 Jahre und bin durchaus in der Lage meine Handlungen selber so zu steuern ohne andere in Gefahr zu bringen. Zudem haben wir noch nicht einen Fall in der Region gehabt. Laut nachfrage bei der Polizei. Wohin soll den das alles bloss noch führen!

Gruss
Ueli Bühler

Denunzianten werden immer frecher

Michael Oelting
schrieb am 29.03.2020 09:41
Als ich (64) mich am gestrigen warmen Samstag eher sommerlich gekleidet auf meinem Balkon aufhielt, wurde ich von einem Mann (Autokennzeichen St. Gallen), der mit seiner Familie eine Familie im Nachbarblock besucht hatte, im harschen Ton angesprochen, ich möge doch in der Wohnung verschwinden, damit die Kinder im Garten spielen könnten. Als ich mich weigerte mit den Worten, dass die Kinder nicht näher als 2 Meter an meinen Balkon herankommen müssten, bezeichnete er mich als "sturen Bock" und rief er die Polizei, die innert weniger als 10 Minuten vor Ort war und mich unter Androhung einer Geldbusse nötigte, in die Wohnung zu gehen.

Virus

Ueli Bühler
schrieb am 26.03.2020 11:49
Haben Sie nicht die nach Virus Nachrichten aus China studiert? Dort wurden 10 mal mehr angesteckt als Ansteckungen bekannt waren. Vorsichtig geschätzt. Aber dass würde ja heissen hm.... Jeder der auch nur in die nähe eines solchen angesteckten gewesen wäre ….. Als ich Heute die Post geholt habe hab ich so für mich gedacht. Die Viren überleben ja bekannter weise auf gewissen Oberflächen einige zeit. Dass würde ja heissen uuuuups. Wie viele hatten den diese Postsendungen in der Hand? Sicherheit ist immer eine relative Sache. Jeder Meint er müsse sich zum Wächter für alle aufspielen. Also viel vergnügen beim Denunzieren. Aber nicht vergessen alles hat ein Ende auch dieses vermeintliche überwachen und mal schauen was danach mit diesen Misskreditierern geschieht. Nicht vergessen ,"dass Netz vergisst nie!"
Ueli Bühler

Virus

B. Kerzenmacher
schrieb am 26.03.2020 11:02
In Zeiten der Krise zeigt sich, wer Verantwortung übernimmt und wer versagt. Bei einer Pandemie muss man denjenigen auf die Füsse treten, die Fun und Entertainment für fundamentale Grundrechte halten.

Zuwiederhandlungen

Ueli Bühler
schrieb am 26.03.2020 08:15
Leider wird es wohl so kommen. Freue mich schon auf die ersten Gerichtsverhandlungen wenn es nach diesem Chaos wieder in ein einiger massen geordnetes Leben geht. Es wurden schliesslich auch schon ältere Leute angezeigt die sich erdreisstet haben einkaufen zu gehen. In Italien sieht man wohin dieses Denunziantentum führen kann. Nachbarn zeigen sich gegenseitig an. Freunde werden plötzlich zu Feinden! Über 100000 Anzeigen! Wohin soll das alles noch führen. Mir graut schon jetzt davor!

Dununziantentum gefördert?

Michael Oelting
schrieb am 26.03.2020 05:23
"Zuwiderhandlungen können an die Telefonnummer 117 gemeldet werden". Ist das eine Aufforderung zum Denunzieren? Werden in Zukunft irgendwelche Bünzlis hinter Bäumen lauern, um fehlbare Sportler der Polizei auszuliefern? Oder sucht die Polizei nur eine lukrative Bussenquelle, da ja Parkbussen mangels parkierter Autos ausbleiben?

Das ist ein Witz

A. Waller
schrieb am 25.03.2020 15:51
Welche "massive Missachtung" fand dort statt? Partys mit mehr als 5 Menschen auf den Treppenstufen? Hier wird eine allgemeine Panikmache dazu benutzt, die Freiheit einzuschränken. Welche Studie ist das eigentlich genau, die belegt, dass ein "Aneinandervorbeilaufen", sofern es nicht in extremem Zeitlupentempo absolviert wird, und insofern knappe 2 Sekunden in Anspruch nimmt, für ein erhöhtes Risiko zur Übertragung des Corona-Virus beiträgt? Gut, wenn sich dabei angeniest und angehustet wird, kann ich es verstehen. Nur: Die "Anstandsregeln" jeweils am Ein- und Ausgang des 1000er - Stägli, genügen doch: Diejenigen, die von oben nach unten gehen, machen denjenigen die emporsteigen Platz(!), und sorry, das ist in den meisten Fällen mit einem Abstand(!) verbunden.
Welch eine Sinnfreiheit, hier die Polizei einzuschalten und das 1000er-Stägli zu sperren. Willkür lässt grüssen!

Herzlichen Dank

A. Jost
schrieb am 25.03.2020 14:24
Und wieder muss wegen ein paar Dummen eine grössere Gesellschaft darauf verzichten, sich sinnvoll und dennoch mit genügend Abstand in der Natur aufhalten und sich körperlich betätigen zu können.
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