Neue Meditations- und Gebetsstunde in der Krise

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Viel Symbolkraft: Kreuz, Weltkugel und brennende Kerzen. Bild: zvg
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«Wir werden dies so lange wie nötig auch weiter tun.» Sepp Hollinger, Pfarreileiter in St. Urban

Jeweils am Freitagabend denken ganz viele Personen in den Häusern St. Urbans aneinander. Pfarreileiter Sepp Hollinger hat die neue Meditations- und Gebetsstunde in der Corona-Krisenzeit ins Leben gerufen. «Bereits an die 100 Personen aus dem bestehenden Meditationskreis, der Pfarrei St. Urban und der Region haben sich am 20. März von zu Hause aus das erste Mal miteinander verbunden», erzählt Hollinger erfreut. «Wir haben am stärksten Kraftort der Klosterkirche für alle uns bekannten Personen den Namen verlesen und für jede und jeden eine Kerze angezündet.» Zudem wird gebetet für Corona-Patienten, für diejenigen, die Verantwortung tragen und in den Gesundheitsberufen arbeiten. Während der einstündigen Fern-Meditation, die jeweils um 19.30 Uhr beginnt, brennt ausserdem eine Schale mit Kohlen und Weihrauch in der ehemaligen Klosterkirche. Warum Weihrauch?

Weihrauch hat eine desinfizierende Wirkung

Weihrauch und Myrrhe haben die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind gebracht. Weihrauch war auch für die Gesundheit in der Alternativmedizin immer schon wichtig. «Er riecht nicht nur faszinierend, sondern hat auch desinfizierende Wirkung», sagt Hollinger. Diese Wirkung stamme von den Inhaltsstoffen, vor allem dem Olibanum. «So war es seit vielen Jahrhunderten auf dem Land üblich, eine Handvoll Weihrauch auf den heissen Herd zu legen, wenn jemand zu Besuch kam, der gehustet oder erkältet war. Der Weihrauch ist durch die Wohnung gezogen und hat die Luft desinfiziert.» Das war auch in den Kirchen so, wo man laut dem Diakon mit viel Weihrauch versucht hat, Krankheitsübertragungen in der Menschenmenge zu verhindern. Eindrücklich passiert das immer noch in der Kathedrale von Santiago de Compostela am Jakobsweg. Mit einem Weihrauch-Ritual, wird in der Corona-Zeit auch jeden Morgen, wenn die Kirche in St. Urban öffnet, ein Zeichen gesetzt. Mit der Meditations- und Gebetsstunde am Freitagabend von 19.30 bis 20.30 soll auch Zuversicht in die Welt ausgestrahlt werden. Zur Eröffnung der Meditation werden die Glocken läuten. So wollen die Beteiligen den Menschen Hoffnung machen. «Wir haben diese besondere Form der Meditation am letzten Freitag in der Klosterkirche gestartet und werden dies so lange nötig auch weiter tun», erklärt der Diakon. (ben)

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