Die IG Reiden muss um einen Gemeinderats-Sitz zittern - Kunz bleibt Gemeindepräsident

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Die Gemeindewahlen in Reiden haben eine grosse Verliererin: die IG Reiden. Ihre Kandidatin fürs Gemeindepräsidium Evi Gasser holte 419 Stimmen. Das sind nicht einmal halb so viele, wie Gemeindepräsident Hans Kunz von der CVP erhielt (961 Stimmen). Das absolute Mehr lag bei der Wahl fürs Gemeindepräsidium bei 729 Stimmen. Hans Kunz ist damit gestern sehr deutlich wiedergewählt worden.

Mit Gasser hätte die IG Reiden auch die Mehrheit im Gemeinderat erobert. Bitter: Statt einen zu gewinnen, verliert die IG eventuell einen Sitz. IG-Gemeinderat Bruno Aecherli erreichte mit 678 Stimmen nicht das Absolute Mehr von 704 Stimmen und wurde nicht gewählt. Er teilte bereits mit, dass er zum zweiten Wahlgang nicht antritt. CVP, FDP und SVP sind damit die Wahlgewinner. Ihre bisherigen Vertreter in der Exekutive sind wieder gewählt worden, zum Teil mit Glanzresultaten. Der Vizepräsident und Bauvorsteher Willi Zürcher (FDP) holte mit 1028 Stimmen ein besseres Resultat als Hans Kunz. Bruno Geiser (SVP) ebenfalls, er erhielt 987 Stimmen. Esther Steinmann (IG) holte 766 Stimmen. Das Absolute Mehr bei der Gemeinderatswahl lag bei 704 Stimmen. Die Stimmbeteiligung in Reiden betrug 36,86 Prozent.

Gemeindepräsident rechnete mit Wiederwahl

«Ich freue mich riesig über meine Wiederwahl», sagte Gemeindepräsident Hans Kunz dieser Zeitung, «an dieser habe ich nicht gezweifelt. Ich hatte die letzten drei Jahre gute Rückmeldungen der Bevölkerung. Deshalb bin ich jetzt erleichtert, dass meine Wiederwahl kein Zufallstreffer ist.» Zum Wahlkampf meint Kunz, Kritik müsse man ertragen. «Ich bin bei den Fakten geblieben und habe mich nie negativ über meine Mitbewerberin geäussert.» Er sieht auch keinen Grund, jetzt etwas zu ändern. Die Mitbestimmung bei politischen Themen in Reiden sei immer gut gewährleistet. Dass Bruno Aecherli nicht wieder gewählt wurde, damit habe er nicht gerechnet, erklärt Kunz. «Auch wenn er und ich nicht immer die gleiche Meinung haben, bin ich überrascht und gönne ihm das nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass alle vier bisherigen Gemeinderäte wieder gewählt werden.»

Aecherli findet, er habe ein «Ungenügend» erhalten

IG-Gemeinderat Bruno Aecherli verschickte gestern ein Communiqué. Das Ergebnis der Neuwahlen sei eindeutig, schreibt er. «Mit 678 Stimmen verpasste ich das Absolute Mehr zwar nur knapp, landete aber trotzdem auf dem letzten Platz aller Kandidierenden.» (Er meinte die Gemeinderatswahlen. Evi Gasser trat nicht für den Gemeinderat an).

Er eruiere den Grund seines persönlichen Resultates und somit seiner Nichtwahl «in der bisher geleisteten Arbeit und der erbrachten Leistung, welche die Reider Bevölkerung mit der heutigen Wahl als ungenügend bewertet hat». Er trage dieses «Zeugnis» mit Fassung, werde aber nicht mehr zum zweiten Wahlgang antreten. Aecherli will sein Mandat bis August zum Wohl der Bevölkerung ausüben. – Die grosse und offene Frage ist nun, wer im zweiten Wahlgang antritt.

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