Eine neue Handy-Software soll helfen, die Pandemie zu stoppen

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Smartphones sollen Kontakte so registrieren, dass die Privatsphäre nicht verletzt wird: Die ETH Lausanne wirkt an einem entsprechenden Projekt mit. © Keystone

Hochansteckende Krankheiten werden eingedämmt, indem man Angesteckte identifiziert, ihre Kontakte verfolgt und die potenziellen infizierten Personen testet und wenn nötig isoliert. Dieses Vorgehen gilt unter Epidemie-Experten als Standard und wird in asiatischen Ländern erfolgreich angewendet.

 

Anders in westlichen Ländern: Hier hat man Bedenken wegen dem Datenschutz und setzt eher auf Ausgangssperren für die ganze Bevölkerung. Nun beteiligt sich die ETH Lausanne an einer Forschungsinitiative, die das Problem lösen soll: Bis Ende nächster Woche soll eine Software bereitstehen, die es erlaubt, so genanntes «Contact Tracing» durchzuführen, ohne zentral Daten zu sammeln. Das Projekt läuft unter dem Namen «Pan European Privacy Protecting Proximity Tracing» (Pepp-PT)

Keine direkte Überwachung durch Staat

 

Mit von der Partie ist der Schweizer Pandemie-Experte Marcel Salathé. Auch wenn ein Lock-Down der Wirtschaft tatsächlich helfe, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sei diese Massnahme nicht beliebig lang verlängerbar, erklärte er an einer Medienkonferenz am Mittwoch. Man müsse deshalb so schnell wie möglich zum Contact Tracing übergehen und wieder Kontrolle über die Verbreitungswege des Virus gewinnen.

Die Lösung der Forscher sieht vor, dass Smartphones Kontaktdaten im Hintergrund sammeln, die nur lokal gespeichert werden. Erst wenn eine Person positiv getestet wird, können die Daten durch die Gesundheitsbehörde des jeweiligen Landes freigeschaltet werden. Eine App informiert dann potenziell infizierte Kontakte anonym darüber, dass sie sich testen lassen sollten. Dies würde auf freiwilliger Basis geschehen. Auf diese Weise wäre Contact Tracing möglich, ohne dass es zu einer direkten Überwachung der Bürger durch den Staat kommt, so die Hoffnung der Forscher.

Der Bundesrat habe die neueste Entwicklung der Forscher auf dem Schirm, sagte Bundesrätin Karin Keller-Sutter an einer Medienkonferenz am Mittwoch. Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit bestätigte, dass man bereits prüfe, ob die Applikation den rechtlichen Vorgaben entspreche. Der Bund will sich am Donnerstag detaillierter dazu äussern.

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