Bevölkerung des Bezirks: Wo wächst sie und wo schrumpft sie?

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Ein Bild aus der Zeit vor Corona – das Bevölkerungswachstum führt auf Strasse und Schiene zu «Dichtestress». (Bild: Sandra Ardizzone)
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Die Bevölkerung im Kanton Aargau wächst und wächst – 2019 um 8037 Personen auf 685 424 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies entspricht einer Zunahme von 1,2 Prozent. Der Bezirk Zofingen wuchs überdurchschnittlich: Ende 2019 lebten hier 72 680 Menschen – 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die aktuelle Statistik aufzeigt. «Motoren» hinter der Entwicklung waren vor allem die Gemeinden Aarburg, Kölliken, Oftringen und Zofingen. 32 Einwohnerinnen und Einwohner zu verlieren, ist für Strengelbach vor dem Hintergrund einer Gesamtbevölkerung von 4860 Personen kein Drama. Aber in der 898-Seelen-Gemeinde Moosleerau 12 Einwohnerinnen und Einwohner weniger?

Primär sind zwei Faktoren entscheidend

Steigt man in die Tiefe der Statistik, beeinflussen primär zwei Grössen die Bevölkerungszahl: die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen sowie zwischen Zu- und Wegzügen. Für Letztere spielen auch die Zahlen der Wohnbaustatistik und jene der verfügbaren Wohnungen eine Rolle. Hinzu kommen weiche, also nicht in messerscharfen Zahlen definierbare Faktoren wie die Attraktivität des Wohnangebots und der Wohngemeinde an sich.

Besser messen und mit den Zahlen der Bevölkerungsstatistik in Einklang bringen lassen sich da eher jene der Pendlerströme und der diesen zur Verfügung stehenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Davon profitiert in erster Linie Zofingen mit seinem exzellent in den Fahrplan eingebetteten Bahnhof. Gegenparts dazu sind Wiliberg, Reitnau – oder eben Moosleerau.

Aber verlässt man deshalb Moosleerau? In der Gemeinde waren 2019 zwei Geburten, aber sechs Sterbefälle zu verzeichnen. Zugezogen sind 73 Leute, weggegangen 81. Bei Letzteren ist ein Blick auf die Altersgruppen interessant.

Zugezogen sind primär Leute im Alter zwischen 0 und 39 Jahren. Weggezogen sind jüngere Leute – mutmasslich, weil sie einen eigenen Haushalt gegründet haben – und Seniorinnen und Senioren.

Übrigens: Wenn diese in ein Alters- oder Pflegeheim eintreten, behalten sie ihren rechtlichen und statistischen Wohnsitz in der angestammten Gemeinde. Die Gruppe der über 64-Jährigen wächst zudem besonder stark: Laut Statistik Aargau hat sich deren Zahl in den letzten 40 Jahren mehr als verdoppelt. Bei den 0- bis 19-Jährigen war der Zuwachs hingegen gering.

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