Das geplante Freilichttheater auf dem Säli-Schlössli ist abgesagt

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Nicolas Russi mit Ehefrau Edith in der Waldarena in Brittnau. Nebst dem abgesagten Freilichttheater führt er auch das Brittnauer Waldtheater. (Bild: zvg)

Mit den jüngsten Entscheiden rund um das Corona-Virus sind auch die letzten Hoffnungen verflogen: Das Freilichttheater «Asicht und Ussicht» zum 150-jährigen Bestehen des Säli-Schlössli in Olten musste für dieses Jahr definitiv abgesagt werden. «Was soll ich sagen, natürlich stinkt es mir», sagt der Brittnauer Regisseur Nicolas Russi dazu. Seit dem letzten Frühsommer investierte er insgesamt mehrere Wochen für das Projekt. Vor allem das Lesen der alten Dokumente, die zum Teil 150-jährig und von Hand in der alten Schrift verfasst sind, sei zeitintensiv gewesen.

Der Beschluss, die 16 Aufführungen und die damit verbundenen Proben abzusagen, sei kein einsam gefällter Entscheid gewesen. «Jeder Spieler äusserte seine Meinung zu einem allfälligen Abbruch», so Russi, der auch das Waldtheater in Brittnau leitet. Nebst den Massnahmen des Bundes gab es für Nicolas Russi aber auch andere Gründe, die Proben abzubrechen: «Ich habe aufgrund der letzten E-Mails und Telefonate gespürt, dass ein paar den Kopf zu wenig frei haben und aufgrund des Corona-Virus zu belastet sind, um ihren Text auswendig zu lernen.» Eine Fortsetzung der Proben hätte ab einem gewissen Zeitpunkt sowieso keinen Sinn mehr gemacht. Weil die Aufführungen mit maximal 50 Personen stattgefunden hätten, seien die anfänglichen Personenbeschränkungen des Bundes noch kein schlimmes Omen gewesen. «Je näher der 19. April jedoch kam, desto weniger hatte ich Hoffnung», so der 59-jährige Regisseur, der sich bald mit dem Gedanken abgefunden habe. «Das Versammlungsverbot und der Termin für die Beizenöffnung war nur noch das Tüpfelchen auf dem i.»

Nicolas Russi sitzt auf mehreren Tausend Franken Kosten

Russi und sein dafür eigens gegründeter Verein «Säli-Club – Verein Freilichttheater Säli-Schlössli» bleiben, wie viele andere in dieser Zeit, auf mehreren Tausend Franken Ausgaben sitzen. Die Ticketkosten werden indes vollumfänglich zurückerstattet. Mit dem Startkapital, das Nicolas Russi zusammen mit Ehefrau Edith Russi und Säli-Schlössli-Gastgeber Jürg Mosimann in den Verein steckte, würden nun diese Kosten für den Anfang gedeckt.

Ob das Freilichttheater nächstes Jahr stattfinden kann, hängt noch von vielen Faktoren ab. Weil die Vorstellungen jeweils am Mittwoch- und Donnerstagabend stattfinden würden, seien keine Probleme seitens des Restaurants zu erwarten. Dass viele andere Veranstaltungen auch aufs nächste Jahr verschoben werden, macht Nicolas Russi eher Kopfzerbrechen: «Irgendwann ist der Veranstaltungskalender voll und es macht keinen Sinn mehr, Aufführungen anzusetzen.» Ausserdem ist die Frage nach dem Schauspielerensemble noch offen: «Einige haben bereits ihr Interesse an einem Mitwirken im nächsten Jahr angemeldet, bei anderen dürfte es jedoch Überschneidungen mit anderen Projekten geben. Ich weiss deshalb noch nicht, ob ich wieder genügend Schauspieler zusammenkriege.»

Etwas Gutes bleibt nichtsdestotrotz: «Ich habe gemerkt, dass es einzelne Stellen im Stück gibt, die mir nicht mehr gefallen. Wenn wir im Januar den Probebetrieb wieder aufnehmen können, werde ich diese bis dahin umschreiben», so Russi.

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