SVP-Nationalrat Burgherr fordert mehr «Swiss made» bei Schutzmasken und Medikamenten

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«Wir hatten und haben zum Teil immer noch zu wenig Schutzmasken, Medikamente und auch Desinfektionsmittel.» Thomas Burgherr, SVP-Nationalrat © Alex Spichale

Dass der Kanton Aargau in China Masken und Schutzkleidung bestellt und per Flugzeug in die Schweiz transportieren lässt, stösst Thomas Burgherr sauer auf. «Es kann doch nicht sein, dass wir in der Schweiz derart vom Ausland abhängig sind bei solchen Gütern», sagt der SVP-Nationalrat. Burgherr hat am ersten Tag der Coronasession in Bern eine Motion zu diesem Thema eingereicht.

In seinem Vorstoss fordert er den Bundesrat auf, «im Nachgang der Coronakrise das Konzept der Pflichtlagerhaltung zu überprüfen und den Produktkatalog und die Bedarfsabdeckung auszuweiten». Burgherr wollte seinen Vorstoss schon in der dritten Woche der Session im März einreichen, diese wurde wegen der Coronapandemie aber abgebrochen. Damals ha­be sich schon abgezeichnet, was heute offensichtlich sei, hält Burgherr fest: «Wir hatten und haben zum Teil noch zu wenig Schutzmasken, Medikamente und Desinfektionsmittel.»

«Es braucht umfassende Nachbesserungen»

Es habe sich gezeigt, «dass es umfassende Nachbesserungen braucht und der Katalog der obligatorischen Pflichtlagerprodukte ausgeweitet werden muss, um die Versorgungssicherheit und medizinische Versorgung in einer Krise sicherzustellen», macht Burgherr klar. Bei der Prüfung der Pflichtlagerpolitik sei zu klären, ob eine breitere Diversifizierung nötig sei, um nicht zu stark von einzelnen Anbietern und Regionen abhängig zu sein, und ob eigene Kapazitäten bei der Produktion und Bereitstellung von gewissen Gütern geschaffen werden müssten.

«Ich begrüsse es sehr, dass ein Aargauer Unternehmen wie die Wernli AG in Rothrist nun selber Schutzmasken herstellt», sagt Burgherr. Hiesige Firmen sollten aus seiner Sicht vermehrt auch Medikamente und medizinische Geräte produzieren.

An der Grundstruktur der Organisation der Landesversorgung solle festgehalten werden, «und es darf auch kein Überschiessen geben», hält er fest. Das Konzept solle und dürfe weiterhin wirtschaftlich orientiert sein. «Ich glaube aber, dass wir in der Schweiz durchaus konkurrenzfähig sind bei der Produktion, und vielleicht darf eine Maske aus einheimischer Herstellung auch mal ein paar Rappen teurer sein – dafür ist sie in der Krise verfügbar.»

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