Ein Dorf erstrahlt in neuem Licht

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Die neuen Leuchten sollen bei den Fussgängerstreifen für erhöhte Sicherheit sorgen. Bild: Remo Wyss
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«Die neuen LED-Leuchten werden intelligent gesteuert werden können.» Marco Witschi, Bereichsleiter der Elektrizitätsversorgung Murgenthal

426 Strassenlampen gibt es in Murgenthal. Ein Grossteil stammt aus den den 1980er-Jahren. Einige der Lampen sind also bereits seit 40 Jahren im Einsatz. Seither hat sich die Technologie massiv weiterentwickelt. Während die Leuchtmittel in den Murgenthaler Strassenlampen noch mit Natriumhochdrucklampen funktionieren, ist der heutige Standard LED. Und zu diesem Standard soll Murgenthal aufschliessen – wenn denn die Stimmbevölkerung der Neuanschaffung im November zustimmt. Um Nägel mit Köpfen zu machen, beginnt das Ausschreibungsverfahren bereits in den nächsten Wochen, um der Gmeind konkrete Zahlen und Fakten liefern zu können. Einige Leuchten müssen aber wohl bereits vorher ersetzt werden, sei es aufgrund von laufenden Verkabelungsprojekten oder weil einige Leuchtpunkte nicht mehr repariert werden können. Ist ein Produktentscheid da, können diese notwendigen Lampen über die Instandhaltung oder Projektkredite angeschafft werden.

Erste Tests für neue Lampen gab es bereits 2016

Bereits 2016 liefen erste Tests für neue Strassenleuchten. Die Resultate sollen nun bei der Entscheidungsfindung helfen. Die Umstellung der Strassenbeleuchtung auf LED ist laut Marco Witschi, Betriebsleiter der Elektrizitätsversorgung von Murgenthal, ein überfälliger Schritt. Denn für die mit Gasdruck arbeitenden Leuchten, die aktuell verwendet werden, sind einige Ersatzteile nicht mehr erhältlich. Die benötigten Teile müssen bei nicht mehr in Betrieb stehenden Lampen ausgeschlachtet werden. Witschi rechnet zudem damit, dass in absehbarer Zeit die Herstellung der auf die Leuchten passenden Leuchtmittel verboten wird, da diese zu wenig energieeffizient seien.

Umstellung auf LED ist auch für die Umwelt gut

Klar ist, dass nur die Leuchten ersetzt werden müssen. Die Kandelaber sind zu einem sehr grossen Teil in gutem Zustand. Bei einer Standfestigkeitsprüfung Ende Februar wurden 366 der 426 Kandelaber diesbezüglich geprüft. Lediglich zwei Prozent der getesteten Kandelaber benötigen kurzfristig eine Reparatur. «Bei diesen Kandelabern müssen wir in der nächsten Zeit die Fundamente ausbessern. Dringend ist es aber bei keinem», sagt Marco Witschi.

Für ihn ist klar, dass die Umstellung auf LED grosse Vorteile mit sich bringen wird. «Die neuen LED-Leuchten werden intelligent gesteuert werden können. Wir können die Beleuchtung optimal auf unsere Bedürfnisse anpassen.» Als Beispiel nennt er die Treppe durch den Wald zwischen Murgenthal und Glashütten. Die neuen Lampen könnten dort mit lediglich 15 Prozent ihrer Leistung brennen. Läuft jemand auf der Treppe, erkennen das die Sensoren und schrauben die Leistung für zehn Minuten auf 70 Prozent hoch. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Kosten, sondern auch auf die Umwelt aus. «Denn so können wir die Lichtverschmutzung massiv reduzieren», sagt Witschi. Mit Rücksicht auf die Umwelt soll auch die Wahl der Lichttemperatur bei den einzelnen Lampen ausfallen. «Die Lichttemperatur hat einen grossen Einfluss auf Insekten, dem wollen wir Rechnung tragen. Zudem kommt in den Quartieren warmes Licht zum Einsatz, während wir im Strassenverkehr auf neutrales Licht setzen», erklärt Witschi.

Neue Leuchten erhöhen die Sicherheit auf Fussgängerstreifen

In einem letzten Schritt sollen die Fussgängerstreifen überprüft werden. «Es ist unglaublich, welchen Einfluss das verwendete Leuchtmittel, der Winkel der Lampe und die Scheinwerfer eines Autos auf die Sichtbarkeit bei Fussgängerstreifen haben. Dort wollen wir mit den Möglichkeiten der neuen Strassenbeleuchtung durch Optimierungen die Sicherheit bei jedem Fussgängerstreifen erhöhen», sagt Marco Witschi.

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