Vertrag läuft 2021 aus: Wiliberg sucht eine Privatschule

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Idyllisch gelegen: Das Schulhaus in Wiliberg. Bild: zvg
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«Wir möchten uns aber auf den Standort in Unterkulm konzentrieren.» Daniel Keller, Leiter Privatschule Wannenhof

Wiliberg, die kleinste Gemeinde im Kanton, könnte im Spätsommer 2021 ohne eigene Schule dastehen. Der Vertrag mit der Privatschule Wannenhof, die in Wiliberg einen Aussenstandort führt, läuft nach zehn Jahren aus. Dass sie den Vertrag nicht verlängern will, hat die Leitung des «Wannenhofs» dem Gemeinderat bereits Ende 2019 mitgeteilt; abgezeichnet hat es sich schon länger. Nun sucht eine Arbeitsgruppe aus der Schulpflege und dem Gemeinderat eine Nachfolgelösung.

Schon 2010 drohte der Wiliberger Schule das Aus. Damals gelang es der Schulpflege, eine Lösung aufzugleisen. Estelle und Daniel Keller, die in Unterkulm mit dem «Wannenhof» eine erfolgreiche Privatschule betreiben, eröffneten in Wiliberg einen zweiten Standort. Die Kinder der Privatschule werden mit Bussen nach Wiliberg gebracht, wo sie gemeinsam mit den einheimischen Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden. Zurzeit sind es 15 Privatschülerinnen und -schüler sowie sechs Kinder aus Wiliberg. Für letztere übernimmt die Gemeinde das Schulgeld.

Beide Seiten betonen, dass die Zusammenarbeit in den letzten Jahren sehr gut funktioniert habe. «Wir möchten uns aber auf den Standort in Unterkulm konzentrieren und wollten uns nicht mehr längerfristig binden», sagt Daniel Keller. Auch das Alter spiele eine Rolle – die Kellers werden dieses Jahr 61 Jahre alt. Er habe der Gemeinde den Ausstieg frühzeitig mitgeteilt, damit diese genügend Zeit habe, eine neue Lösung zu finden. Schulpflegepräsidentin Petra Grädel bedauert den Entscheid, kann ihn aber nachvollziehen. «Für Wiliberg war das Zusammengehen mit dem ‹Wannenhof› ein Glücksfall», sagt sie. «Einen neuen Partner zu finden wird sicher nicht einfach, aber wir wollen es probieren.»

Gesucht wird nun eine bereits bestehende Privatschule, die einen weiteren Standort übernimmt oder Personen, die sich selbstständig machen und eine eigene Privatschule gründen wollen. In einem Infoflyer nennt die Arbeitsgruppe drei wesentliche Bedingungen, die erfüllt sein müssen: Die neue Privatschule müsse die Vorgaben des Aargauer Lehrplans erfüllen und den Anschluss an die Oberstufe der Volksschule gewährleisten; sie müsse konfessionell neutral sein; und sie müsse den Transport der auswärtigen Schülerinnen und Schüler organisieren, da Wiliberg nicht am öffentlichen Verkehr angeschlossen ist.

Auf der anderen Seite hat die Gemeinde auch einiges zu bieten: Das Schulhaus verfügt über drei Unterrichtsräume, eine kleine Turnhalle und einen separaten Essraum. Es liegt am Waldrand, auf dem Spiel- und Fussballplatz können sich die Kinder austoben. Konkrete Interessenten hätten sich noch nicht gemeldet, sagt Grädel: «Wir stehen noch ganz am Anfang.»

Was passiert, wenn keine Anschlusslösung zustande kommt? Dann würden die Wiliberger Kinder in Reitnau zur Schule gehen, sagt die Schulpflegepräsidentin. Für das Schulhaus müsste dann eine andere Nutzungsmöglichkeit gefunden werden.

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