Die letzte Stunde ist nah: Der alte WSB-Bahnhof wird endgültig abgerissen

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Steht bereits leer und inmitten der Baustelle: der alte WSB-Bahnhof aus dem Jahr 1924. © uhg

Die vier Häuser mit der markanten Aufschrift «café métro» sind weg, ebenso der Kiosk. Und wer in das Gebäude mit der Aufschrift «WSB Aarau WSB» hineinschaut, wird feststellen, dass seine Zeit abgelaufen ist: Am 8. Juni beginnt der Abbruch. Mit dem 1924 erstellten WSB-Bahnhof verschwindet der letzte Zeuge des alten Aarauer Bahnhof- Komplexes.

Die Realisierung des 65 Millionen Franken teuren Projekts «Bahnhof Aarau Süd» ist der Abschluss der Neugestaltung des Bahnhof-Areals. Ein Vorhaben, das drei Jahrzehnte dauerte und mehrere hundert Millionen Franken kostete.

«Berliner»-Bäckerei steht jetzt in der Unterführung

Der Startschuss fand am 6. Dezember statt. Nach einem planmässig eher etwas verhaltenen Beginn haben die Arbeiten jetzt richtig Fahrt aufgenommen. Für die Automobilisten und Velofahrer ist die hintere Bahnhofstrasse deutlich verengt, für die Fussgänger nicht mehr durchgängig passierbar – das wird bis 2023 so bleiben. Sogar noch etwas länger (der Ausbau der Gleisanlagen dauert bis 2024) werden die Platzverhältnisse für die WSB-Passagiere beengt sein: Aktuell ist das Gleis 12 geschlossen und das kurze, mit einem Mini-Perron versehene Gleis 11 ein letztes Mal richtig in Betrieb. Noch gut zwei Wochen lang, bis in einer grossen Aktion am 6./7.Juni die Hilfsbrücke über die Unterführung eingebaut wird und das Gleis 12 wieder normal und als Standardgleis in Richtung Menziken benutzbar ist. Das Gleis 11 verschwindet dann, um später, viel länger und mit einem richtigen Perron ausgerüstet, neu gebaut zu werden.

Bereits geschlossen ist der Betrieb der Backerei Wälchli (die mit den Berlinern). Das Provisorium in der SBB-Unterführung sorgt für eine Verengung, die in Coronazeiten von vielen Passanten als nicht ganz unproblematisch empfunden wird.

Die Verkaufsstelle der WSB befindet sich in einem dreistöckigen Container-Provisorium an der Bleichenmattstrasse – Corona-bedingt zurzeit allerdings mit massiv eingeschränkten Öffnungszeiten.

Am 8. Juni beginnt der Bau der Bohrpfahlwände

Der Bau des «Bahnhof Aarau Süd» erfolgt in zwei Etappen. Mit dem Beginn des Abbruchs des alten WSB-Bahnhofs wird auch die Treppe von der Unterführung hinauf zur Hinteren Bahnhofstrasse geschlossen und der Zugang erfolgt ausschliesslich über die Bleichenmattstrasse. Gleichzeitig beginnt im Westen des Baufeldes die Errichtung der Bohrpfahlwände, die zur Baugruben-Absicherung nötig sind. Es werden wegen der Länge des Gebäudes sehr viele Bohrpfähle notwendig sein. Und wegen der Gleisnähe muss zum Teil nachts gebohrt werden, was zu Lärmimmissionen führen wird. Der eigentliche Aushub erfolgt dann in zwei Etappen. Der Ostbereich des Baufeldes wird anfänglich als Installationsplatz für die Baustelle benutzt. Bei den Aushubarbeiten wird ein besonderes Augenmerk auf die Meyerschen Stollen gelegt.

Im «Bahnhof Aarau Süd» entstehen mehrere tausend Quadratmeter Bürofläche, in die einerseits «H1», die Bildungsinstitution für das Gesundheitswesen, und andererseits der Hauptsitz der Aargau Verkehr (AVA) belegen wird. Es gibt zudem 64 Wohnungen und natürlich eine Verkaufsstelle der Aargau Verkehr (ehemals WSB). Im AVA-Bereich wird die heute enge Personenunterführung aufgeweitet. Die Bäckerei Wälchli kommt zurück, es entsteht zudem ein Migrolino.

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