«Pumptrack»: Heftiger Widerstand gegen 200 Meter Velobahn

750_0008_15994625_230520_reg_pumptrack_plan.jpg
Noch gibt es den Aarburger Pumptrack nur auf Papier. Das Bild stammt aus den Unterlagen des Baugesuchs, das «Aarbig rollt» eingereicht hat.
750_0008_15039296_261019_reg_Pumptrack_lh13.jpg
Hier soll der Aarburger Pumptrack hinkommen. Bild: Aarbig rollt (Oktober 2019)
750_0008_15039246_261019_reg_pumptrack_hcw.jpg
Dieses Bild stammt von einer Anlage in Brugg. Bild: HCW (März 2018)

Das Projekt hat heftigen Gegenwind. Der Camping Wiggerspitz hat Widerstand angekündigt. Doch davon liess sich der Verein «Aarbig rollt» nicht irritieren. Er hat nun ein Baugesuch für einen Pumptrack am Aareufer eingereicht. Die asphaltierte, hügelige Velobahn würde eine Länge von rund 200 Meter haben und auf einem Rechteck von 20 auf 50 Metern platziert. Südlich grenzt die Bahn direkt an den Camping, nördlich ist ein Aufenthaltsbereich geplant, der an den Aare-Ufer-Weg grenzt.

Laut der mit dem Baugesuch eingereichten Betriebsordnung soll der eingezäunte Pumptrack von Montag bis Samstag von 8 bis 22 Uhr geöffnet sein. Am Sonntag wäre es von 8 bis 20 Uhr zugänglich. Die Rundbahn dürfte mit allen nichtmotorisierten Rollsportgeräten befahren werden. Die Anlage wäre öffentlich zugänglich und unentgeltlich nutzbar. Lärmbelastungen seien zu unterlassen. Es dürfe keine verstärkte Musik gespielt werden, ausser bei speziell bewilligten Anlässen, heisst es in der Betriebsordnung.

Das Befahren mit luftgefüllten Pneus verursacht keinen Lärm

Gemäss den Verhaltensregeln fordern die Betreiber die Leute auf, auf der Anlage auf den Konsum von Alkohol, Tabakwaren und Drogen jeglicher Art zu verzichten. Eine öffentliche Toilettenanlage stehe ausserhalb des Freibads zur Verfügung. Die sanitären Einrichtungen des Campingplatzes dürften nicht benutzt werden.

Auch das Thema Parkplätze handelt die Betriebsordnung ab: Sie empfiehlt Besuchern, die öffentlichen, gebührenpflichtigen Parkplätze beim Freibad, dem Park+Ride oder an der Woog Aarburg zu benutzen. Am Wochenende dürften zudem die Parkplätze beim Schulhaus Paradiesli genutzt werden. Das Parkieren auf den Parkplätzen des Campingplatzes Wiggerspitz sei verboten. Auch die Zufahrt mit motorisierten Fahrzeugen zum Pumptrack sei aufgrund des Fahrverbots untersagt.

Zu den Lärmessmissionen der Anlage haben die möglichen Betreiber eine Selbstbeurteilung eingereicht. Das Befahren des Pumptracks führe zu keinen nennenswerten Lärmemissionen. Die Kommunikationsgeräusche der Besucher würden sich auf den aareseitig geplanten Rast- und Pausenbereich konzentrieren. Vergleichbare Projekte von Pumptracks würden im Grundsatz in puncto Lärmemissionen die Planungsrichtwerte einhalten. Mit einer massgeblichen Zunahme motorisierten Verkehrs sei nicht zu rechnen.

Bei einem typischen Betrieb der Anlage rechnen die Betreiber mit ungefähr zwanzig gleichzeitigen Nutzern. Der Pumptrack könne mit Mountainbike, BMX-Rädern, Inline-Skates, Skateboard, Kickboard, etc. befahren werden. Es ist davon auszugehen, dass die Anlage grossmehrheitlich von Velofahrern genutzt werde. «Das Befahren mit luftgefüllten, weichen Pneus verursacht keine nennenswerten Geräusche», so die Betreiber. Wenn überhaupt seien Skateboards mit harten Rollen in Bezug auf Lärm massgebend. «Diese sogenannten Street-Skateboards werden zahlenmässig einen sehr untergeordneten Teil ausmachen», so der Verein.

Auch der Nautische Verein hat Fragen zum Projekt

Der Camping Wiggerspitz will nicht an eine ruhige Sport-Idylle glauben. Er wird in den nächsten Tagen eine 20-seitige Einsprache gegen den Pumptrack einreichen. Die bestätigt Vereinspräsident Beat Meyer. «Die Themen in der Beschwerde sind der fehlende Abstand, das fehlende WC, der Lärm und die Parkplatzsituation.»

Opposition kommt auch von einem weiteren Nachbarn des geplanten Pumptracks. Der Nautische Club Aarburg wird ebenfalls eine Einsprache einreichen. «Grundsätzlich sind wir nicht gegen den Pumptrack», betont Präsident Michael Pagano. «Aber der Eingang müsste anders gelöst werden, da der über das Land des Nautischen Clubs führen würde». Auch die Parkplatz- und WC-Situation sei nicht zu Ende gedacht. «Da wäre aber auch die Gemeinde gefordert», sagt Pagano.

Ob also der Pumptrack wie geplant gebaut wird, ist noch unklar. Weitere Auskünfte über die Baugesuchsunterlagen hinaus will Dominique Moor von «Aarbig rollt» nicht erteilen. Der Verein solle keine Stellungnahme abgeben, bis der Prozess abgeschlossen ist.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Die Sportmeile von Aarburg

B aus A
schrieb am 24.05.2020 15:59
Mich erstaunt es und wunderte es nicht, dass hier gleich mit Anwälten und deren Schriften aufgefahren wird. Dennoch begreife ich auch die beiden Parteien, die bedenken zu diesem Projekt äussern. Diese Bedenken sind ernst zu nehmen. Zuerst aber mal zurück zu Aarburg und was es bedeutet wenn wir eine Bereicherung mehr haben. Schon lange her, da lebte ich noch nicht einmal und erst recht nicht in Aarburg. Damals gab es ein paar schlaue Menschen. Sie bauten direkt vor den Toren Aarburg an der Aare das Aare- und Schwimmbad von Aarburg. Dort draussen störte sich niemand an dem Lärm, der entsteht wenn Kinder und Jugendliche z.B. von einem 3 Meter Turm hinunter springen. Über die Jahre kam der Nautische Club dazu, den Rasen vor der Badi für die Fussballer und für Events wie das Strand- und Wasserfest oder das River Side. Später kam noch das Beach Volleyballfeld und als super Ergänzung den Camping mit seiner Gastfreundlichem Restaurant dazu. Noch nicht lange her, und dennoch schon ein paar Jahre, das Aare Chill mit seinem Flair zum Surfen und deren Freiheit ist entstanden. Ein Ort wo sich viele Aaarburgerinnen und Aarburger in den warmen Sommermonate treffen, ein toller Ort wo die Abenden genossen werden können. Alles in allem hat sich diese Strecke zu einem Weg des Sportes und der Erholung entwickelt. Immer noch vor den Toren von Aarburg! Dort wo lärm keine Rolle spielen sollte. Vielleicht müssen wir die Badipläne nochmals überdenken und noch eine bessere Lösung für das Toiletten Problem finden? Oder an geeigneter Stelle eine Lärmschutzwand montieren? Aus meiner Sicht, sollte man diesem Pumptrack eine Chance geben und Aarburg bereichern. Die Gemeinde sollte jedoch so schnell als möglich alle Beteiligten an einen Tisch rufen und alle Unklarheiten beseitigen, denn ihre Anliegen sind ernst zu nehmen. Mit guten Kompromissen und Verträgen bleiben Freundschaften und zukünftige Nachbarschaften erhalten bzw. können sich entwickeln. Was aber noch wesentlicher ist, die "Sportmeile von Aarburg" wird um eine Bereicherung grösser.

Von mir aus

Ruedi Lanz
schrieb am 23.05.2020 18:41
Meinetwegen ja; aber dafür könntet ihr das allgemeine Fahrverbot auf der gesamten Länge des Aareweg in der Gemeinde einführen. Was sich viele Biker punkto Geschwindigkeit, Abstand halten, sich bemerkbar machen und beim Überholen erlauben ist schlicht und einfach gefährlich und eine Zumutung für die Fussgänger!
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Eniwa AG
Elektroinstallateur EFZ / Netzelektriker EFZ w/m, Miarbeiter, Buchs
Rohrer Bedachungen AG
Dachdecker, Mitarbeiter, Däniken SO
Bläsi Transport AG
Lastwagenchauffeur/se, Mitarbeiter,
Gemeinde Rothrist
Fachperson Asylwesen, Mitarbeiter, Rothrist
Unterhaltsmechaniker, Mitarbeiter,
Wicked Dogs, ,
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner