Einsprachen abgelehnt: Geplantes Gebäude auf Turuvani-Areal soll 31 Meter hoch werden

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Es war irgendwie klar, dass ein solches Grossprojekt durch Einsprachen begleitet sein würde. Schliesslich wurden’s deren drei. Schon im März vergangenen Jahres hatte sich Opposition im Mitwirkungsverfahren angekündigt: Diese richtete sich unter anderem gegen die maximale Gebäudehöhe von 31 Metern im Westen des neuen Komplexes beziehungsweise die Erschliessung der Überbauung Turuvani-Areal. Der Stadtrat kam zu einer anderen Einschätzung, wie er am Montag mitteilt. Der durch die Überbauung ausgelöste Mehrverkehr an der Rosengasse sei erträglich, begründet er seinen Entscheid. Und zum befürchteten Schattenwurf durch das im Westen der Bebauung platzierte Hochhaus mit 10 Stockwerken hält er fest, die Volumetrie des Gebäudes erhöhe den Schattenwurf nur geringfügig; auch nehme die nach Osten hin abgestufte Bautenform Rücksicht auf die Umgebung.

Die Exekutive bringt dabei auch zum Ausdruck, das Gebiet am Gleiskörper und in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof eigne «sich vorzüglich für Dienstleistungs- und Wohnnutzung». Auch von einer quartierverträglichen Verdichtung ist in der Argumentation des Stadtrates die Rede. «Der Entscheid fiel sicher im Sinne des aktuellen Raumplanungsgesetzes», sagt Stadtrat und Baudirektor Thomas Marbet auf Anfrage. Dabei stehe die Verdichtung im Vordergrund. «Wo soll man denn sonst verdichten wenn nicht in unmittelbarer Umgebung zum Bahnhof?», fragt der Baudirektor rhetorisch.

Gegen Verkehrsregime erfolglos zur Wehr gesetzt

Die Bemerkung der Opposition, das Projekt sei nicht ausgewogen und würde «durch seine wuchtige Ausgestaltung in Breite und Höhe die historischen zweistöckigen Gebäude buchstäblich in den Schatten stellen», hat beim Stadtrat also nicht verfangen.

«Der Schattenwurf war für uns auch nicht so sehr ein Thema. Dagegen haben wir uns nicht gewehrt», sagt Cyrill Jeger, Verwaltungsratspräsidenten der Rosengasse AG. Die Rosengasse AG als Besitzerin von neun Liegenschaften hat sich im jetzt vom Stadtrat genehmigten Gestaltungsplan vor allem gegen die Verkehrsführung zur Wehr gesetzt. Wie Jeger auf Anfrage erklärt, sei man aber mit den Ausführungen des Stadtrates hinsichtlich des zu erwartenden Verkehrsaufkommens ganz zufrieden. «Der westliche Teil der Rosengasse liegt nämlich seit 2010 in der Begegnungszone», so der Verwaltungsratspräsident. Was so viel bedeutet wie: Die Fussgänger dürfen dort die ganze Verkehrsfläche benutzen und sind gegenüber den Fahrzeugen vortrittberechtigt. «Diese Feststellung aus dem Protokoll des Stadtrates hat uns doch sehr beruhigt», gesteht Jeger, der für die Rosengasse AG von einem Weiterzug des Verfahrens absieht. «Ich glaube, wir sind nicht schlecht bedient, auch wenn wir mit der Idee, das neue Gebäude nur über die Unterführungsstrasse – von Rollstrasse – Untere Aarauerstrasse – südliche Tannwaldstrasse zu erschliessen, nicht erfolgreich waren.» Baudirektor Thomas Marbet rückt dabei die Berechnungen in den Mittelpunkt, dass die Rosengasse künftig täglich mit rund 50 Fahrzeugbewegungen mehr leben müsse.

«Die können von der Rosengasse problemlos aufgenommen werden», sagt Marbet. Das bestehende Verkehrsregime fusst auf dem Umstand, dass die im Richtprojekt dargestellten Zahl von 30 unterirdisch angeordneten Parkplätzen bereits ein Minimum darstellen. So hat der Stadtrat die Einsprachen abgewiesen.

Abgestufte Volumetrie nimmt Rücksicht

Weil das 31 Meter hohe Gebäude von der aktuell gültigen Kernrandzone mit einer maximalen Gebäudehöhe von vier Vollgeschossen abweicht, ist neben dem obligatorischen Gestaltungsplan auch eine Teilzonenplanänderung erforderlich. Das Dossier geht nun zur Genehmigung an den Regierungsrat.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Hallo U.B.?

A. Jost
schrieb am 26.05.2020 15:36
Wäre doch interessant, wenn hier wenigstens ein paar Zeilen unseres Bühlers stehen würden.
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