Aarburger Gemeinderat unterstützt Aktion gegen Poser

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Die Anwohner ärgern sich nicht über die Sportwagen, sondern auch über das rücksichtslose Verhalten mancher Besitzer. Bild: shs
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«Der Gemeinderat hofft, dass die dafür zuständige Regionalpolizei die notwendigen Massnahmen gegen den unsinnigen Lärm nun aktiv angeht.» Hans-Urlich Schär, Gemeindeammann

Angefangen hat alles mit einem Video. Ein roter Lamborghini biegt langsam Richtung Altstadt ab. Plötzlich drückt der Fahrer aufs Gaspedal, der Motor heult auf, der Sportwagen zischt los. Aufgenommen hat das Video am Ostersamstag der Aarburger Sandro Huber. Er stellte den kurzen Film auf Facebook, wo er schnell die Runde machte.

Zwei Tage später startete Huber eine Onlinepetition auf www.petitio.ch. Titel: «Stoppt die Lärmbelästigung durch Autoposer in Aarburg.» 200 Unterschriften erhoffte sich Huber zu Beginn – am Schluss waren es 622. Ein klares Zeichen, wie viele Leute sich über die Poser ärgern.

Regionalpolizei soll Problem «aktiv angehen»

Inzwischen geniesst die von Huber angestossene Aktion auch die Unterstützung des Gemeinderates. Dieser begrüsse die Petition sehr, schreibt Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär auf www.petitio.ch. Sie treffe den Nerv vieler «Aarbiger» Einwohnerinnen und Einwohner. Die Lärmproblematik dürfe nicht auf die hohe Wohn- und Lebensqualität in Aarburg drücken. «Der Gemeinderat hofft, dass die dafür zuständige Regionalpolizei die notwendigen Massnahmen gegen den unsinnigen Lärm von rücksichtslosen Töff- und Autofahrern nun aktiv angeht.»

Getunte Boliden, die Lärm machen, sind nicht nur in Aarburg ein Problem. Übers Auffahrtswochenende kontrollierte die Kantonspolizei auf dem Rastplatz in Würenlos mehrere Autos. Eines fiel durch «massiven Motorenlärm» auf, weil in die Auspuffrohre Löcher gesägt worden waren. Die Kantonspolizei hat angekündigt, sie werde «den Druck im Hinblick auf das Pfingstwochenende hochhalten».

Sandro Huber scheint mit seiner Petition einiges ausgelöst zu haben. Vier von zehn auf petitio.ch laufenden Petitionen richten sich zurzeit gegen Autoposer. In Erlinsbach fordert ein Anwohner, dass Schluss sein müsse mit «absichtlich erzeugtem Autolärm». Eine weitere Petition fordert ein Motorradverbot zwischen Küttigen und Erlinsbach; das rücksichtslose Verhalten vieler Motorradfahrer sei «einfach unglaublich», heisst es. In Untersiggenthal will ein Anwohner den «Autoposer-Ärger stoppen». Auch in Buchs wehren sich Anwohner gegen den Krach von lauten Motoren: «Wieso dürfen ein paar Egoisten mit Autos und Motorrädern solchen Lärm machen und hunderte von Einwohnern um ihre Lebensqualität und den Schlaf bringen?»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Ich hätte vom Gemeinderat mehr erwartet

B aus A
schrieb am 27.05.2020 21:23
In den letzten paar Wochen, wenn nicht sogar Monate hat die Polizei einen guten Job gemacht. Danke!
Vom Gemeinderat hätte ich ein wenig mehr erwartet. Geschlossen mit anderen Gemeinden aus dem Kanton beim Regierungsrat anklopfen und diesen aufzufordern beim Bund aktiv zu werden. Denn der Bund hat versagt und lässt solche Autos bzw. solche Auspuffanlagen überhaupt zu. Oft sind es auch Migranten die solche nicht bezahlte Autos fahren, hier ist Handlungsbedarf!

Am gleichen Abend

Uu
schrieb am 27.05.2020 21:06
Und am gleichen Abend heulen die Motoren durch ganz Aarburg auf! Ein Witz! Wo ist die Polizei? Man macht sich doch nur lustig wie unser Freund Aventador der wohl ausser seinem Auto wohl nicht sehr viel mehr zu bieten hat...

V12

aventador
schrieb am 27.05.2020 16:09
mein V12 ist völlig legal - und freue mich paar mal durch aarburg zu fahren - schön langsam lol

Endlich!

Peter Aeberhard
schrieb am 27.05.2020 12:31
Es ist jetzt höchste Zeit, dass der Gemeinderat geschlossen gegen das Lärmproblem angeht. Die Massnahmen der Regionalpolizei müssen unter dem Motto stehen: " Steter Tropfen höhlt den Stein" . Zwischendurch mal eine Kontrolle wird nichts bringen. Nun müssen aber auch andere Massnahmen in Erwägung gezogen werden wie: Tempo-Limits, Lärmschutzwände in den Tunnel, Hinweistafeln etc.

Aarburger Gemeinderat unterstützt Aktion gegen Poser

René Hug
schrieb am 27.05.2020 12:30
Das ist eher ein Lippenbekenntnis (Strategie dahinter: Beruhigung der Bürgerinnen und Bürger). "Unterstützung" bieten viele an. Wo sind die konkreten Massnahmen?
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