102. Generalversammlung: Keine Dividende für ZT-Aktionäre

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Aussergewöhnliche 102. Generalversammlung der ZT Medien AG: VR Rolf Freiermuth, VR-Vizepräsident Martin Werfeli, VR Felix Schönle, VR-Präsidentin Corina Eichenberger, Finanzchef Markus Müller, der neue VR Roger Wernli und Geschäftsführerin Sabine Galindo (v. l.). Bild: ran

Seit längerem sind die Medienhäuser mit sinkenden Auflagezahlen und rückläufigen Werbeeinnahmen konfrontiert. Auf der Gewinnerseite stehen die Anbieter von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, die selbst keine journalistischen Inhalte produzieren.

«Mit diesen Entwicklungen sieht sich auch die ZT Medien AG konfrontiert», heisst es in deren neustem Geschäftsbericht. Wiederum seien fünf Prozent des Umsatzes aus dem traditionellen Geschäftsbereich abgeflossen. So präsentiert sich die Ertragslage des regionalen Medienunternehmens, das unter anderem das Zofinger Tagblatt herausgibt, auch im Geschäftsjahr 2019 als unbefriedigend.

Angesichts der schwierigen Situation hat Geschäftsführerin Sabine Galindo letztes Jahr ein massives Sparpaket geschnürt. Dieses hat im letzten Quartal 2019 bereits zu deutlichen Kosteneinsparungen geführt und wird sich auch im laufenden Geschäftsjahr in den Zahlen niederschlagen.

Trotz Kosteneinsparungen von rund 2,4 Millionen Franken resultierte 2019 ein Betriebsverlust von rund 1,1 Millionen Franken. «Das Ergebnis ist immer noch klar ungenügend», heisst es im Geschäftsbericht, aber immerhin konnte es gegenüber Vorjahr (minus 1,7 Millionen) substantiell verbessert werden. Auf Stufe Konzernergebnis beträgt der Verlust 0,8 Millionen Franken (Vorjahr 1,5 Millionen). Trotz dieser Zahlen präsentiere sich die Bilanz kerngesund. «Die Liquidität ist immer noch sehr hoch und das Nettoumlaufvermögen beträgt 13 Millionen Franken.» Verzinsliche Schulden gebe es keine.

Direkt präsentieren konnte der ZT-Verwaltungsrat den Geschäftsbericht den Aktionärinnen und Aktionären nicht; wegen der Corona-Krise fand die Generalversammlung schriftlich statt. Abgestimmt haben 84 Aktionärinnen und Aktionäre mit 674 Aktienstimmen (56 Prozent des Aktienkapitals). Sie stimmten sämtlichen Traktanden zu, grossmehrheitlich auch dem Verzicht auf eine Dividende. In Anbetracht des Verlustes und der sehr ungewissen Entwicklung der Geschäftstätigkeiten hatte der Verwaltungsrat entschieden, einen entsprechenden Antrag zu stellen. «Aufgrund der Corona-bedingten Rückgänge von Aufträgen hat das Unternehmen zudem einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Auch diese Tatsache rechtfertigt den Verzicht auf die Ausschüttung einer Dividende», heisst es dazu im Geschäftsbericht.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Roger Wernli (50) aus Buchs. Er ist Gründer, Eigentümer und CEO der Digitalagentur Previon Plus AG. Unter anderem ist Wernli auch Initiant und Veranstalter des Digital Day Aargau. (zt/pp)

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