An Pfingsten wird ganz Pfaffnau zum Konzertsaal

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Am Samstag wird das Piano von einem Traktor auf den Hütterain geschleppt. (Bilder: zvg)

Vom Hütterain in Pfaffnau sieht man praktisch auf das ganze Dorf. Am Sonntag soll die Perspektive für einmal umgedreht werden: Das ganze Dorf schaut auf den Hügel südlich von Pfaffnau.

Dies jedenfalls ist der Plan von Erwin Vogel. Der Pfaffnauer hatte vor rund zwei Wochen die Idee für das Live-Klavierkonzert im Freien. Den Gedanken setzt der 66-Jährige am kommenden Pfingstwochenende in die Realität um. Deshalb wird am Samstag ein Traktor ein sogenanntes Hybrid-Piano, das mit digitaler Technik ausgestattet ist, auf den Hügel schleppen. Während 30 Minuten spielt die Pianistin Patricia Ulrich am Pfingstsonntag bekannte Filmmusik. Eine Firma für Veranstaltungstechnik sorgt für die Beschallung des Dorfes, damit Pfaffnauerinnen und Pfaffnauer das Konzert von zu Hause hören können.

Kultur ist vernachlässigt worden

Das Konzert soll ein Geschenk sein, sagt Erwin Vogel, der auf Mithilfe von Sponsoren und Freunden zählen kann. «Ich möchte das kulturell stark verankerte Pfingstfest nicht ohne Anlass verstreichen lassen», sagt das Mitglied des Projektchors Pfaffnau-Roggliswil. Pfingsten sei schliesslich ein hoher Feiertag. «Zudem ist die Kultur in den letzten zwei Monaten vernachlässigt worden.» Das Konzert biete den Zuhörerinnen und Zuhörern im Sinne des Pfingstfests eine Möglichkeit, innezuhalten. Trotz den Umständen beziehungsweise Abständen werde die Musik ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln können, ist sich Vogel sicher. Nicht zu vergessen sei auch die Tatsache, dass der Künstlerin damit eine Plattform ermöglicht werde, um ihre Talente auszuleben und somit sich und ihre Mitmenschen glücklich zu machen. «Kultur und im engeren Sinne Musik ist nicht system-, aber sicherlich lebensrelevant.» Zudem habe es ihm viel Freude bereitet, einen Anlass auf die Beine zu stellen. Zur Wahl des Ortes sagt Vogel: «Der Hütterain ist sehr symbolisch – ein grosses Kreuz ragt dort in den Himmel.» Zudem könne man das ganze Dorf überblicken.

Die Pianistin Patricia Ulrich ist einerseits eine ehemalige Schülerin des pensionierten Gymnasiallehrers Erwin Vogel. Andererseits sei Ulrich eine gefragte Korrepetitorin an Meisterkursen und Wettbewerben, korrepetiert an den Musikhochschulen in Luzern und Basel, sagt er. Die Pianistin ist Mitglied des «21st Century Orchestra» und spielte den Solopart zum Film «Amadeus» in der Royal Albert Hall.

Das Konzert ist auf den Sonntag, 31. Mai, 9.30 Uhr angesetzt. Der Anlass ist wetterabhängig und kann auf Pfingstsonntag, 17 Uhr oder Pfingstmontag, 17 Uhr, verschoben werden.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Kommentar von K. Ritiker (Kritiker)

Haberthür
schrieb am 31.05.2020 10:11
Schade hat dieser Kritiker nicht den Mut unter seinem richtigen Namen zu schreiben, sondern als K.Ritiker = Kritiker.
Es gibt immer unzufriedene Menschen, wie dieser Kritiker, deshalb sollte man solche Kommentare einfach ignorieren.
Jedes Dorf hat seinen Bünzli!
Ich gratuliere den Initianten zu dieser Konzert-Idee.

Kulturfreiheit

K. Ompliment
schrieb am 28.05.2020 13:24
Sehr geehrter Herr K. Ritiker

…oder sollte ich Sie gleich beim richtigen Namen, Kritiker’ ansprechen? Sie nehmen sich die Freiheit heraus zu wissen, unter welchem –angeblichen Vorwand- dieser Anlass organisiert wurde. Wenn Sie den Text richtig lesen, steht da, dass das Pfingstfest ‘kulturell’ stark verankert ist. Sekundär ist, dass dieses Konzert die zu kurz gekommene Kultur der letzten beiden Monate aufleben lässt!
Die Unternehmung ist narzisstisch/egoistisch? Wirklich? Sooo sehr betrübt Sie die Tatsache, dass eine Person eine sehr katholische Gemeinde mit einem speziellen Konzert beglücken will? Als das ganze organisiert wurde, wusste ‘man’ noch nicht, dass wieder Gottesdienste gefeiert werden können. Also haben Sie auch hier keine Ahnung, aus wessen Beweggründen überhaupt dieser Anlass organisiert wurde. Oder doch?
Ich könnte nun schreiben…Sie sind engstirnig, voller Frust und negativ… in Ihrer Haltung und Handlung. DAS tue ich jedoch nicht. Denn ich kenne Sie nicht. Also masse ich mir nicht an, Sie einfach so zu ver-ur-teilen – im Gegensatz zu Ihnen.
Sollten Sie in Pfaffnau Ihr zuhause haben, ein gutgemeinter Ratschlag von mir. Schliessen Sie am Sonntag um 9.30-10.00h alle Fenster, damit Sie die ‘Zwangsbeschallung’ Ihres Dorfes unter keinen Umständen mitbekommen. Es könnte nämlich sein, dass Ihnen diese Musik sonst noch gefällt. Oder Sie beschäftigen sich mit einem neuen Artikel, auf den Sie kritisch und beleidigend antworten können… natürlich immer unter Einhaltung der geltenden, gesellschaftlichen Regeln!!!

Kulturzwang

K. Ritiker
schrieb am 28.05.2020 10:25
Die Absicht mag ehrenhaft sein, die Unternehmung bleibt jedoch narzisstisch/egoistisch. Unter dem Vorwand zu kurz gekommener Kultur wird ein ganzes Dorf zwangsbeschallt. Wo sind dann die Grenzen für ähnliche Begehrlichkeiten? Gut gemeint, aber bitte nein. Geltende gesellschaftliche Regeln (Gesetze) werden so im Namen des Guten missachtet.
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