Schmuddelbeizen, Tierschutz, Trinkwasser: Nicht nur der Kaiman hielt die Verwaltung auf Trab

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Im vergangenen Sommer hat ein Fischer einen Kaiman im Hallwilersee beobachtet. Ein Bild des Reptils existiert nicht. (Symbolbild).

Der mutmassliche Kaiman im Hallwilersee war die Sommergeschichte von 2019 schlechthin und hat auch die Mitarbeitenden des kantonalen Veterinärdienstes beschäftigt. Das Amt für Verbraucherschutz, dem der Veterinärdienst angegliedert ist, ist aber nicht nur für exotische Reptilien zuständig, sondern kontrolliert auch Restaurants, Landwirtschaftsbetriebe oder prüft Wasser oder Lebensmittel auf ihre Qualität.

Fokus Schlachtbetriebe

2019 sind beim Veterinäramt 438 Tierschutzmeldungen eingegangen – deutlich mehr (+22 Prozent) als im Vorjahr. Zudem wurden mehr fehlbare Tierhalterinnen und Tierhalter angezeigt. In acht Fällen wurde ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Der Veterinärdienst hat auch Schlachtbetriebe kontrolliert. In sieben von 35 kontrollierten Betrieben gab es einen oder mehrere Punkte zu beanstanden. Deshalb gab es in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Kon­trollen. Es wurden sieben Betriebe kontrolliert – bei jeder Kon­trolle kam es zu Beanstandungen. Der Veterinärdienst will deshalb dem Tierschutz beim Schlachten in Zukunft vermehrt Aufmerksamkeit schenken.

Trinkwasser am Turnfest

Im Juni hat in Aarau das Eidgenössische Turnfest stattgefunden. Das Amt für Verbraucherschutz hat dies zum Anlass genommen, die Trinkwasserver- sorgung auf dem Festareal zu überprüfen. Denn in Provisorien dieser Grössenordnung lasse sich die mikrobiologische Qualität des Wassers oftmals nicht unvermindert aufrechterhalten, heisst es im Jahresbericht. Auch am Turnfest überschritt die Anzahl Keime in einem Teil der Proben den Höchstwert. Es seien aber keine massiven Verkeimungen feststellbar gewesen und auch geschmacklich seien die Proben einwandfrei gewesen. Das Amt für Verbraucherschutz spricht von einem «guten Ergebnis» – trotz langer Transportwege und Hochsommertemperaturen.

Chlorothalonil im Wasser

Rückstände des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil im Trinkwasser haben schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Das seit den 70er-Jahren eingesetzte Pestizid wird seit kurzem als krebserregend eingestuft und darf seit diesem Jahr nicht mehr eingesetzt werden. Das Amt für Verbraucherschutz hat 2019 alle Trinkwasserfassungen in Ackerbaugebieten auf Abbaustoffe des Pestizides untersucht. In 29 (11,6 Prozent) der 249 analysierten Wasserproben im Aargau lag die Konzentration über dem Grenzwert. Zwei Wasserfassungen mit deutlich zu hohen Werten werden nicht mehr ins Trinkwassernetz eingespiesen.

Mäusekot im Salat

Mitarbeitende des Lebensmittelinspektorats haben 2019 rund 3000 Kontrollen durchgeführt. In einer Bäckerei mussten alle in Schalen verpackten Salate entsorgt werden, weil das Verpackungsmaterial mit Mäusekot verunreinigt war. Einem Betrieb wurde verboten, die Bierausschankanlage zu benutzen. Sie war seit 2017 nicht mehr gereinigt worden. In einem weiteren Fall haben die Lebensmittelinspektoren die Verwendung eines Fleischschnetzlers untersagt. Die Messer waren dreckig und verrostet. Immer wieder fanden die Kontrolleure auch abgelaufene Lebensmittel. 

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